Der einmalige Flair von Paris, Eleganz verbunden mit Intellekt und Lässigkeit, ist legendär. Taucht ein in diese Vielfalt aus bohèmen Lifestyle, hoher Kunst und Kultur und pulsierender Weltmetropole. Wir zeigen euch hier, wie ihr eure Städtereise zu etwas ganz Besonderem kreieren könnt.

Paris, das Herz Frankreichs, schlägt auf vielfältige und farbenfrohe Art und Weise: Lasst euch von dieser Stadt überwältigen und mitreißen, flaniert an der Seine, shoppt Haute Couture und bestaunt die Basilika Sacré-Coeur. Wir wünschen euch viel Spaß!

Anreise Paris

Flugzeug, Bahn oder Auto? Die Anreise nach Paris ist auf Grund der zentralen Lage und der sehr guten Anbindung wunderbar einfach. Nur welches wählen? Wir zeigen euch, welches Verkehrsmittel für wen geeignet ist!

Flug nach Paris

Aus vielen deutschen Städten fliegt ihr sehr günstig nach Paris. Bei Airberlin (Berlin), Easyjet (Berlin, Hamburg) und Eurowings (Berlin, Hamburg, Düsseldorf) zahlt ihr für einen Direktflug zwischen 35€-55€. Auch Air France hat ein äußerst großes Angebot (Berlin, Hamburg, Düsseldorf, München, Stuttgart, Frankfurt, Nürnberg, Bremen, Hannover). Achtung: Für die ganz günstigen Flüge unbedingt früh buchen!

Liebhaber von konventionellen Gesellschaften wie Lufthansa (München, Frankfurt) müssen dagegen um einiges tiefer in die Tasche greifen.

Paris Flug

Für Reisende verfügt Paris über 3 verschiedene Flughäfen. Von Paris-Charles de Gaulle gibt es 3 Wege in die Innenstadt:

  • Die Schnellbahn RER B über Gare du Nord, Châtelet-Les Halles, Saint-Michel Notre Dame und Denfert-Rochereau, 10€, Dauer: 25-30 Minuten, alle 10-20 Minuten.
  • Der RoissyBus nach Place de l’Opéra, 11€, Dauer: 75 Minuten, alle 15-20 Minuten.
  • Die Buslinien 350 und 351 nach Gare de l’Est bzw. Paris Nation, 6€, Dauer: 60-90 Minuten, alle 15-35 Minuten.

Ähnliches gilt für Orly:

  • Die Schnellbahn RER C nach Pont de Rungis, 6,85€, Dauer 40 Minuten, alle 15-20 Minuten
  • Der OrlyBus nach Denfert-Rochereau, 7,70€, Dauer: 25-35 Minuten, alle 8-15 Minuten
  • Der Zug Orlyval nach Gare d’Antony, 9,30€, Dauer: 6 Minuten, alle 4-7 Minuten.
  • Die Straßenbahnlinie 7 nach Villejuif-Louis Aragon, 1,80€, Dauer: 45 Minuten, alle 8-15 Minuten.
  • Der Bus 183 nach Porte de Choisy, 2€, Dauer: 40 Minuten, alle 15-40 Minuten

Flughafen Paris-Beauvais:

  • Shuttlebus nach Porte Maillot, 17€, Dauer: 75 Minuten, alle 20 Minuten

Achtung: bei vielen Verbindungen seid ihr noch nicht direkt im Zentrum!

Zug nach Paris

Mit dem TGV, dem französischen Pendant zum ICE, kommt ihr von vielen Großstädten wie Stuttgart, Frankfurt, München, Mannheim, Freiburg und Karlsruhe ziemlich schnell nach Paris. Von München aus benötigt ihr zum Beispiel lediglich 6 Stunden, die Preise variieren je nach Angebot zwischen 50€ und 140€. Aus der Gegend um Köln fährt außerdem der Schnellzug Thalys bei Preisen zwischen 35€ und 170€.

Achtung: Paris hat nicht nur ein oder zwei, sondern gleich 6 große Bahnhöfe:

  • Gare d’Austerlitz im Südosten
  • Gare de Lyon genau gegenüber am anderen Ufer der Seine
  • Gare de l’Est etwas weiter nördlich
  • Gare du Nord nur wenige Minuten davon entfernt
  • Gare Saint-Lazare im Nordwesten
  • Gare Montparnasse südlich im gleichnamigen Quartier

(Ja richtig, Gare = Bahnhof)

Mit dem Auto nach Paris

Zwar führen zahlreiche Autobahnen nach Paris, jedoch ist das Fahren in der Stadt, wie zum Beispiel auf der 8-spurigen Stadtautobahn, ein echtes Abenteuer und nicht jedem zu raten. Da außerdem die Parksituation miserabel ist und Tickets nur mit Kredit- oder einer speziellen Park-Karte (erhältlich im Tabakladen) teuer zu erwerben sind, empfiehlt es sich dringend, das Auto in einem möglichst nicht in der Innenstadt gelegenen Parkhaus unterzubringen. Dennoch müsst ihr für die Kosten circa 20€/Tag berechnen, lediglich über das Wochenende ist es oft günstiger.

Hotel Paris

Nicht erschrecken, Paris kann teuer sein. Gerade deshalb lohnt es sich, genau hinzusehen und ein gutes Preis-Leistungsverhältnis zu ergattern. 10 Minuten mit der Métro in die Innenstadt sind daher üblich (und machbar). Wir empfehlen folgende feine und für Paris günstige Bleiben:

  • Les Piaules: Stilsicher, abwechslungsreich und bunt: Hier werdet ihr euch sowohl als Alleinreisende oder Pärchen als auch in der Gruppe sehr wohl fühlen (TripAdvisor 4,5,/5 Punkten, Dorm an 27€, DZ ab 58€), 59 Boulevard de Belleville, 11. Arr. 
  • Hôtel de la Mare: Im multikulturellen Belleville mit vielen Bars und Restaurants gelegen nächtigen hier wenige Minuten von der Innenstadt entfernt vor allem junge Paare und Familien (TripAdvisor 4.5/5 Punkten, DZ ab 75€), 20 Rue de la Mare, 20. Arr. 
  • Hôtel Chopin: Ein wahrhaftes Original mit Pariser Charme. Kann man altmodisch oder einfach bezaubernd nennen (TripAdvisor 4/5 Punkten, DZ ab 75€), 10 Boulevard Montmartre (46 Passages Jouffroy), 9. Arr. 

Paris Hotels

Paris trägt nicht umsonst Attribute wie Eleganz und Individualität. Folgende 3* Hotels bescheren euch einen unverwechselbaren Aufenthalt:

  • Hôtel 34B – Astotel 3***: Modernes französisches Design sowie ein toller Standort in der Nähe der Galeries Lafayette und vieler anderer Hotspots (TripAdvisor 5/5 Punkten, DZ ab 96€), 34 Rue Bergère, 9. Arr. 
  • Le Relais des Halles 3***: In perfekter Lage im traditionsreichen Marktviertel gelegen, bietet dieses kleine, aber feine Hotel alles für einen rundum gelungenen Urlaub (TripAdvisor 5/5 Punkten, DZ ab 150€), 26, Rue Pierre Lescot, 1. Arr. 
  • Notre Dame Hôtel 3***: Originelles, von Christian Lacroix entworfenes Innendesign in einem wunderbaren Hotel direkt neben der Kathedrale. Tipp: Unbedingt ein Zimmer mit Aussicht wählen! (TripAdvisor 4,5/5 Punkten, DZ mit Aussicht ab 212€), 1 Quai Saint-Michel, 5. Arr. 

Weil das noch nicht alles ist, was Paris an Luxus zu bieten hat:

  • Terrass‘ Hôtel 4***: Stil, moderne Eleganz und eine phantastische Aussicht bietet dieses über 100 Jahre alte Hotel (TripAdvisor 5/5 Punkten, DZ ab 216€), 12-14 Rue Joseph de Maistre, 18. Arr. 
  • Saint James Paris 4***: Dürfen wir die Hoheiten in dieses Schloss – ja, Schloss – bitten? Im Grün den Bois de Boulogne könnt ihr auch die ruhige Seite von Paris in höchsten Zügen genießen (TripAdvisor 5/5 Punkten, DZ ab 380€), 43 Avenue Bugeaud, 16. Arr. 
  • Mandarin Oriental 5***: Individueller Luxus, modernes Design, perfekter Service und in Fußweite der romantischen Seine (TripAdvisor 5/5 Punkten, DZ ab 975€), 251 Rue Saint-Honore, 1. Arr. 

Paris Hotel teuer

Auch wenn es manchmal nicht extra dabei steht, ist ein Frühstück in Pariser Hotels meistens inklusive. Wer sich nun aber auf ein riesiges Buffet freut, sollte einen Gang zurück schalten: Ein café au lait mit einer Brioche – mehr braucht es oft nicht.

Paris Restaurants

Haute Cuisine mit Froschschenkeln und Muscheln, Croissant und Baguette, Wein und Käse – so wird Französische Küche gerne zusammengefasst. Dabei steckt hinter dem Feinschmecker-Gaumen der Franzosen und Pariser wesentlich mehr.

Frühstück à la francaise

Die Franzosen essen wenig und vor allem süß am Morgen. Auch in Hotels (vor allem in Familienbetrieben und Hostels) wird dies oft beibehalten. Neben dem obligatorischen café au lait (Milchkaffee), dessen Duft morgens durch die Straßen weht, gehören wahlweise Baguette, Croissants, Pain au chocolat oder Brioche sowie Butter und Marmelade dazu.

Brasserie, Bistro, Crêperie

Tagsüber geht es so simpel wie abwechslungsreich in Paris‘ zahlreichen CrêperienBrasserien, Bistros und Streetfood-Ständen zu. Dieser Teil der Küche wird ob seiner Einfachheit oft unterschätzt, dabei finden sich hier wahre Schätze. Typisch sind kleinere Mahlzeiten, die schnell und gerne auch im Stehen oder unterwegs eingenommen werden können, wobei auch hier oft am 3-Gänge-Prinzip festgehalten wird.

Brasserien und Bistros bieten neben Snacks wie Croque Monsieur (Schinken-Käse-Toast) und Croque Madame (dasselbe mit Spiegelei) unter anderem üppige Omelettes, mit Käse überbackene Zwiebelsuppe (Soupe à l’oignon gratinée) und Steak an, welche es oft im 3-Gänge-Menü mit einer Nachspeise wie Crème Brûlée oder Mousse au Chocolat gibt.

  • Chez Camille: Stilvoll im 50er Jahre Ambiente, gleichzeitig Bistro und Bar, €€, 8 Rue Ravignan, 18. Arr., tgl. 12-23:30 Uhr, Anfahrt Métro 12 Station Abbesses
  • Le Rousseau: Im beliebten Quartier Saint-German-des-Prés gelegen und im typischen Pariser Stil gehalten, €€, 45 Rue du Cherche Midi, 6. Arr., tgl. 8-24 Uhr, Anfahrt Métro 12 Station Rennes
  • La Coupole: Diese Brasserie wird ihres Ursprungs gerecht – groß und voller Charme ist diese beinahe 100 Jahre alte Gaststätte, €€102 Boulevard du Montparnasse, 14. Arr., Mo-Fr 8-23 Uhr, Sa-So 8-24Uhr, Anfahrt Métro 4 STation Vavin

Während wir Crêpes als süße Delikatesse kennen, ist die wunderbare salzige Variante Galette aus Buchweizenmehl und einer deftigen Füllung wie Schinken, Käse oder Lachs in Deutschland eher unüblich. Obwohl ursprünglich aus der Bretagne, gibt es in Paris phantastische Crêperien. Wir empfehlen folgende:

  • La Crêperie de Josselin: Eine von mehreren Crêperien in der Rue du Montparnasse – in bretonischem Flair und sehr leckerer und großer Auswahl, 67 Rue du Montparnasse, 14. Arr., Di-Fr 11:15-15:15 Uhr und 18-23:30 Uhr; Sa 11.30-24 Uhr, So 11:30-23 Uhr, Anfahrt Métro 6 Station Edgar Quinet, Métro 4 Station Vavin
  • Breizh Café: Klein und fein mit den typischen Leckereien, 109 Rue vieille du Temple, 4. Arr., Mi-Sa 11:30-23 Uhr, So 11:30-22 Uhr, Anfahrt Métro 8, Station Saint-Sébastian-Froissart
  • Crêperie Plougastel: Eine der ersten bretonischen Crêperien in Paris. Ebenfalls in der Rue Montparnasse – und ebenfalls wunderbar, , 47 Rue du Montparnasse, 14. Arr., tgl. 12-24 Uhr, Anfahrt Métro 6 Station Edgar Quinet, Métro 4 Station Vavin

Für die ganz Schnellen unter euch sind bestimmt die vielen Streetfood-Angebote etwas, wo es dutzende belegte Baguettes, Quiche Lorraine und andere Köstlichkeiten zu genießen gibt.

Abendessen

Beim Dîner schließlich will der Franzose seinen Gourmet-Gaumen verwöhnen und genießt daher ausladend in mehreren Gängen die zu Recht hochgelobte Haute Cuisine. Ein typisches Abendessen besteht aus Apéritif, amuse-gueule (einer wirklich sehr kleinen Delikatesse), Vorspeise, Hauptspeise, Käse und Dessert. Allerdings ist es nicht notwendig, sich als unerprobter Reisender durch sämtliche Gänge zu schlemmen, man kann auch einfach à la carte bestellen. Dort immer zu finden sind diverse Fleischkreationen (zum Beispiel coq au vin, Orangenente, Rinderbraten in Burgunderwein) und Fischspezialitäten (Muscheln, Hummer und Krebse) sowie kleine Köstlichkeiten wie Weinbergschnecken und Gänseleber. Zum Abschluss werden verschiedene Käsesorten und Desserts wie Crème Brûlée oder karamellisierter Apfelkuchen gereicht. Besonders fein geht es hier zu:

  • Julien: Zusätzlich zum Essen ist auch das Gebäude im pompösen Jugendstil zu bewundern, €€, 16 Rue du Faubourg, 10. Arr., tgl. 12-15 Uhr, Di-Sa 19-24 Uhr, Mo-So 19-22 Uhr, Anfahrt Métros 4,8,9 Station Strasbourg Saint-Denis
  • Le Jourdais: In gemütlichem Ambiente à la Weinbar trifft Tapas auf französische Küche, €€101 Rue des couronnes, 20. Arr., Di-Sa 12-15 Uhr, 19:30-23 Uhr, Anfahrt Métro 11 Station Pyrénées
  • Le Train Bleu: Vermutlich eines der schönsten Restaurants – neben köstlichem Essen beeindrucken die hohen Decken und der Stuck der alten Bahnhofshalle, €€€, Place Louis Armand, Gare de Lyon, 12. Arr., tgl. 11:30-14:45 Uhr, 19-22:45 Uhr, Anfahrt Métros 1,14 Station Gare de Lyon
  • Le Grand Véfour: Wahrhaft königlich in der Nähe des Palais Royal verzaubert Sternekoch Guy Martin die Sinne, €€€€, 17 Rue de Beaujolais, 1. Arr., Mo-Fr 12:30-14 Uhr, 20-22 Uhr, Anfahrt Métros 7,14 Station Pyramides

Paris Essen

Trinkgeld

Obwohl auf der Rechnung oft eine Servicepauschale verzeichnet ist, gibt man in Paris sehr wohl Trinkgeld. Allerdings wird dies nicht, wie in Deutschland üblich, zur Rechnung dazu addiert, sondern man lässt nach dem Zahlen des eigentlichen Betrags ein wenig Bares auf dem Tisch liegen. Vorsicht bei Gruppen: Es wird niemals getrennt bezahlt!

Pâtisserie und Boulangerie

An alle Naschkatzen unter euch: Während eine Boulangerie eine Bäckerei ist, die aber auch zuckrige Leckereien im Angebot hat, ist die Pâtisserie eine Konditorei, die typisch französische Köstlichkeiten verkauft: Macarons (immer handgemacht!), Éclairs, Profiteroles, Paris-Brest und viele weitere. Ganz wunderbare bekommt ihr hier:

  • Carl Marletti: Klassiker und Eigenkreationen, einfach himmlich, €€, 51 Rue Censier, 5. Arr., Di-Sa 10-20 Uhr, So 10-13:30 Uhr, Anfahrt Métro 7 Station Censier-Daubenton
  • Pierre Hermé: Berühmt für seine Macarons, lasst euch aber auch alles andere nicht entgehen!, €€, 72 Rue Bonaparte, 6. Arr., zgl 10-20 Uhr, Anfahrt Métro 4 Station Saint-Sulpice

Paris Sehenswürdigkeiten

Egal ob Erbe des Sonnenkönigs, römische Überbleibsel oder moderne Zeugen von mehreren Weltausstellungen: Paris strotzt nur so von alten wie neuen beeindruckenden Bauwerken. Die meisten davon liegen relativ nah beieinander und sind auch zu Fuß gut erkundbar. Falls ihr irgendwann erschöpft von zu viel Staunen sein solltet: Kein Problem, oft sind die Sehenswürdigkeiten in das Stadtbild derart eingegliedert, dass Cafés, Bistros und Parkanlagen zum Erholen gleich nebenan sind.

Notre-Dame, Montmartre und Sacré-Coeur, Saint-Germain-des-Prés

Die Kathedrale Notre-Dame de Paris (dt.: Unsere Liebe Frau von Paris) beeindruckt vor allem durch ihre Maße (Das Kirchenschiff ist im Inneren 130 Meter lang!) und ihre imposante Fassade. Das Prestigeobjekt gotischer Kunst, mitten in der Stadt auf der Île de la Cité gelegen, diente daher auch schon als Ort für die Selbstkrönung Napoléons und als Literatur- und Filmmotiv wie in „Der Glöckner von Notre-Dame“. 6 Parvis Notre-Dame-Pl. Jean-Paul II, 4. Arr., tgl. 8-18:45 Uhr, Eintritt frei, Anfahrt Métro 4 Station Cité

Auf dem Montmarte, Paris‘ höchstem Hügel, thront die Basilika Sacré-Coeur, ein gigantisches Meisterwerk, nach römisch-byzantischem Vorbild mit vielen Kuppeln und in kreideweißem Stein erbaut. Ihr müsst euch nicht überanstrengen: Auf den Hügel gelangt ihr mit der Funiculaire, der über 100 Jahre alten Stadtseilbahn, die mittlerweile natürlich elektrisch betrieben wird. Auf jeden fall sehenswert! 35 rue du Chevalier de la Barre, 18. Arr., tgl. 6-22:30 Uhr, Eintritt frei, Anfahrt Métro 2 Station Anvers, Métro 12 Station Abbesses

Paris Notre-Dame Sacre-Coeur

Ein richtig mittelalterliches Erbe der Benediktiner ist hingegen die Abtei Saint-Germain-des-Prés, von der leider nur noch die Kirche und der Abtspalast vorhanden sind. Ein wenig konträr verhalten sich die alten kalten Mauern und das sie umgebende florierende Künstlerviertel, was euch aber nicht davon abhalten sollte, in ihrem Schatten einen café au lait zu genießen und euch „comme un parisien“ zu fühlen. 3 Place Saint-Germain-des-Prés, 6. Arr., Di-Fr 10:30-12 Uhr, 15-18 Uhr, Eintritt frei, Anfahrt Métro 4 Station Saint Germain des Près

Eiffelturm, Triumphbogen

DAS Wahrzeichen Paris‘ und wahrscheinlich ganz Frankreichs dürft ihr auf keinen Fall verpassen: Für die Weltausstellung 1889 erbaut, lebt der Eiffelturm den modernen, fortschrittlichen Zeitgeist des Industrialismus und steht daher für ein Paris der Gegenwart. Über 9 verschiedene Aufzüge könnt ihr das 324 Meter hohe Prachtwerk be“steigen“ und die Aussicht genießen, müsst ihr aber nicht. Auch ein wenig abseits des Gewusels auf einer der Parkbänke lässt es sich mit Blick auf das Meisterwerk ausruhen. Champ de Mars, 5 Avenue Anatole France, 7. Arr., tgl. 9:30-23:45 Uhr, Eintritt: Erw. ab 7€, erm. ab 5€, Anfahrt Métro 6 Station Passy

Der von Napoléon als Ruhmes- und Willkommenszeichen für Krieger entworfene Arc de Triomphe – der Triumphbogen – möchte euch als Besucher in Paris Willkommen heißen! Zwar besteht sein Zweck schon lange in dem Gedenken gefallener, namenloser Soldaten, dennoch ist ein Ausflug zu dem monumentalen Bau im römisch-antiken Stil und mit auffälligen Reliefs französischer historischer Ereignisse lohnenswert, vor allem nach einem gemütlichen Flanieren auf der Champs-Élysées, an dessen Ende er sich befindet. Place Charles de Gaulle, 8. Arr., Eintritt frei, Anfahrt Métros 1,2,6 Station Charles de Gaulle Étoile

Paris Eiffelturm Triumphbogen

Palais de la Cité, Palais du Luxembourg, Palais de l’Élysée, Palais Royal

Nach dem Bestaunen der Notre-Dame bleibt noch einen Moment auf der Île de la Cité und besucht die Überbleibsel der ehemaligen Königsresidenz Palais de la Cité. Ob von außen oder von innen sei euch überlassen, das magische, durch unzählige Buntglasfenster erzeugte Licht in der Palastkapelle Sainte-Chapelle und die monumentale Conciergerie des mittlerweile als Justizpalast dienenden Gebäudes lohnen sich aber auf jeden Fall. 2 Boulevard du Palais, 1. Arr., Anfahrt Métro 4 Station Cité. Sainte-Chapelle: tgl. 9:30-17 Uhr, Eintritt: Erw. 8,50€, erm. 5,50€. Conciergerie: tgl. 9:30-18 Uhr, Eintritt: Erw. 6,50€, erm. 6,50€.

Ein weiteres Erbe der Monarchie ist der märchenhafte Palais du Luxembourg, der sich als Mischung aus französisch barocker Symmetrie und italienischem Bossenmauerwerk präsentiert und von einem riesigen Brunnen mitsamt Fontäne flankiert ist, sowie in dem malerischen Park Jardin du Luxembourg liegt, der zum Entspannen und Café-Trinken einlädt. Rue de Vaugirard, 6. Arr., Eintritt nur mit Führung auf Anfrage, Anfahrt RER B Station Luxembourg.

Paris Palais de la Cite La Madeleine

Wahrhaft majestätisch haust tatsächlich der amtierende französische Staatspräsident im Palais de l’Élysée, der nahe der berühmten Avenue steht und bereits wichtigen Königen und Grafen Heim bot. Leider allerdings ist er der Öffentlichkeit nur an einem einzigen Wochenende (dem dritten im September) im Jahr zugänglich. Bis dahin müsst ihr euch mit dem Staunen durch die hohen Gitterstäbe des Hauptportals zufrieden geben. 55 Rue du Faubourg Saint-Honoré. 8. Arr., Anfahrt Métro 1, 13 Station Champs-Élysées-Clemenceau.

So königlich der Palais Royal auch klingt – heute ist der für Kardinal Richelieu gebaute Palast trotz seiner Schönheit vor allem die im Westflügel beheimatete Comédie Franchise und für seine Arkaden mit Brasserien, Bars, Ateliers und kleinen Geschäften bekannt, die übrigens eine wilde Vergangenheit als von dicken Palastmauern geschützte private Nachtclubs und Treffpunkte von Verschwörern hinter sich haben. Noch heute ein Ruhepol inmitten der Großstadt. 8 Rue de Montpensier, 1. Arr., Anfahrt Métros 1,7 Station Palais Royal – Musée de Louvre 

Champs-Élysées, Place de la Concorde

„Oh, Champs-Élysées!“ Glitzernd und glänzend liegt die berühmte und beeindruckende Avenue des Champs-Élysées vor euch, und ist doch kleines bisschen mehr Schein als Sein. Um den überteuerten Preisen zu entgehen, solltet ihr es nach dem Flanieren den Parisern gleichtun, euch ein Sandwich an einem der Imbissstände kaufen und im angrenzenden Park gemütlich machen. 8. Arr., Anfahrt zum Beispiel Métros 1,2,6 Station Charles de Gaulle Étoile

Durch den Park hindurch erreicht ihr außerdem den Place de la Concorde am Ende der Champs-Élysées, einen der königlichen Plätze für Louis XV, in dessen Zentrum der 22 Meter hohe Obelisk von Luxor auffällt, der – Paris ist schließlich Weltstadt – 1835 als ein Geschenk des ägyptischen Königreichs nach Paris kam. 8. Arr., Anfahrt Métros 1,8,12 Station Concorde

Arena von Lutetia, Panthéon, La Madeleine

Bei einem Spaziergang durch das Künstlerviertel Quartier Latin solltet ihr einen Abstecher zu den Ruinen der Arena von Lutetia und eine Zeitreise in das alte Rom machen: Feuert in dem ehemaligen Amphitheater, das seinerzeit bis zu 15.000 Schaulustige empfing, spektakuläre Kämpfe und Szenarien an und spielt anschließend eine gemütliche Partie Boule. Übrigens: Der frühere Name von Paris lautete tatsächlich Lutetia und war keltischen Ursprungs! 49 Rue Monge, 5. Arr., tgl. 9-19:30 Uhr, Eintritt frei, Anfahrt Métros 7,10 Station Jussieu

Nur zwei Straßen weiter, optisch immer noch im alten Rom, befindet sich das sowohl von innen als auch außen pompöse Panthéon, welches allerdings weitaus später erbaut wurde und statt seiner angedachten Funktion als Kirche schnell zur Grabstätte berühmter französischer Persönlichkeiten avancierte.  Ähnlich seinem Vorbild in Rom ist es eine beeindruckende Kombination aus einer Kuppelkirche und einem Säulenvorbau, den es nicht zu verpassen gilt. Place du Panthéon, 5. Arr., tgl. 10-18 Uhr, Eintritt: Erw. 8,50€, erm. 6,50€, Anfahrt Métro 10 Station Cardinal Lemoine

Paris Pantheon La Madeleine

Vom alten Rom nach Griechenland in die Kirche La Madeleine, die auf Grund ihrer Säulen einfach der Akropolis entnommen und nach Paris versetzt sein könnte. Zwischenzeitlich Ruhmeshalle, Parlament und Bibliothek, dient das beeindruckende Bauwerk in der Nähe des Louvre heute wieder als christliches Gotteshaus, auch wenn es von außen nicht gerade den Anschein hat. Place de la Madeleine, 8. Arr., tgl. 9-19:30 Uhr, Eintritt frei, Anfahrt Métros 8,12,14 Station Madeleine

Paris Museum

Louvre, Centre Pompidou, Grand Palais

Der Louvre zählt zu Recht zu den bedeutendsten Museen der Welt – und ist daher nicht nur für Kunstaffine ein absolutes Muss! Neben der gigantischen Sammlung, die bis ins 14. Jahrhundert zurück geht und vor allem Exponate der griechischen, römischen, italienischen und französischen Malerei und Bildhauerei beherbergt, ist auch ihre Unterbringung im ehemaligen Palais du Louvre einmalig. Bei all der royalen Altertümlichkeit sorgen die unterirdische Einkaufsmeile und die berühmte Glaspyramide für den nötigen Hauch Moderne. Tipp: Benutzt den Nebeneingang an der Rue de Rivoli, dort stehen nicht ganz so viele an! Musée du Louvre, 1. Arr., Mi, Fr 9-21:45 Uhr, Do, Sa-Mo 9-18 Uhr, Eintritt: 15€, Anfahrt Métro 1 Station Louvre-Rivoli

Aufbruch, Experimentierfreudigkeit, Extreme: Das Kunst- und Kulturzentrum Centre Pompidou, unweit des Louvre, strahlt den individuellen Künstlergeist schon durch seine Fassade aus, die im Fabrikstyle der 70er mit Rohren und Tragwerk besetzt und in strukturierten Farben angelegt ist, sowie dem davor liegenden, legendären Strawinsky-Brunnen mit Skulpturen von Niki de Saint Phalle und Jean Tinguely. Analog dazu verhält sich das im Inneren befindliche Nationale Museum für Moderne Kunst. Place Georges-Pompidou, 4. Arr., Mo-So 11-22 Uhr, Eintritt: Erw. 14€, erm. 11€, Anfahrt Métro 11 Station Rambuteau

Paris Louvre Centre Pompidou

Ebenfalls in der Nähe des Louvre prangt der Grand Palais, der trotz seines Namens nicht monarchischen Ursprungs ist, sondern für die Weltausstellung 1900 erbaut wurde und seitdem wechselnde Ausstellungen sowie Veranstaltungen wie Modenschauen und Schlittschuhlaufen beherbergt. Auch wenn euch das aktuelle Event nicht begeistert, die Architektur wird es: Ein riesiges, von außen barockes Bauwerk mit Säulen, Freitreppen und Figurenreliefs, dessen Innneres hingegen von beeindruckenden modernen Eisen- und Glaskonstruktionen getragen wird. 3 Avenue du Général Eisenhower, 8. Arr., Eintritt und Öffnungszeiten je nach Event, Anfahrt Métros 1,13 Station Champs-Élysées-Clemenceau

Musée d’Orsay, Picasso Museum, Musée du quai Branly

Vom Louvre einmal über die Seine, und schon seid ihr am pompösen Musée d’Orsay angelangt, das ihr wirklich nicht verfehlen könnt: Der ehemalige Bahnhof, der ebenfalls zur Weltausstellung 1900 erbaut wurde, strahlt immer noch den Charme der Belle Époque aus, dem das Museum gerecht wird, indem es vor allem Exponate jener Zeitspanne fasst, zu der neben Gemälden und Skulpturen auch Möbel, Fotografien und Designmodelle gehören. 1 Rue de la Légion d’Honneur, 7. Arr., Mi-Mo 9-18 Uhr, Do – 21.45 Uhr, Eintritt: Erw. 12€, erm. 9€, Anfahrt RER C Station Musée d’Orsay

Ein Stück weit hinter dem Centre Pompidou befindet sich das Picasso-Museum, das in einem ehemaligen beeindruckenden Stadtpalast im Stil eines Herrenhauses untergebracht ist und – wie der Name schon sagt – das Werk des Paris-Liebhabers Picasso präsentiert. 5 rue de Thorigny, 3. Arr., Di-Do 11:30-18 Uhr, Sa-So 9:30-18 Uhr, Eintritt: Erw. 12,50€, erm. 11€, Anfahrt zum Beispiel Métro 8 Station Chemin Vert

In Fußweite des Eiffelturms könnt ihr das Museum du quai Branly bestaunen –  falls ihr es entdeckt. Es ist nämlich harmonisch in eine Grünfläche eingebettet worden, die die Gebäude teilweise überwächst. Im Inneren findet ihr außereuropäische Kunst, zum Beispiel aus Afrika oder Asien. Es dient jedoch ausdrücklich nicht ethnologischen, sondern rein künstlerischen Aspekten. wer bisschen weg will von frankreich ansonsten schatzsuche spielen. 37 Quai Branly, 7. Arr., Di, Mi, So 11-19 Uhr, Mo, Do, Sa 11-21 Uhr, Eintritt: Erw. 7€,, erm. 7€, Anfahrt zum Beispiel RER C Station Pont de l’Alma

Les Invalides, Musée national du Moyen Âge, Muséum national d’histoire naturelle

Unweit der Seine liegt die Anlage Les Invalides, ein gigantischer Gebäudekomplex in einem dazugehörigen Park. Ursprünglich vom Sonnenkönig Louis XIV als Unterkunft für verletzte Soldaten gedacht, beherbergt er heute das Verteidigungsministerium und verschiedene Museen, die sich vor allem mit der französischen Armee-Geschichte auseinandersetzen. Auch wenn euch danach nicht der Sinn steht, geht auf einem Spaziergang Richtung Eiffelturm daran vorbei und bestaunt die goldene Kuppel, unter der das Grab Napoléons liegt. 129 Rue de Grenelle, 7. Arr., tgl. 10-17 Uhr, Eintritt: Erw. 11€, erm. 9€, Anfahrt Métro 13 Station Varenne

Ganz zentral thront das altertümlich wirkende Hôtel de Cluny (Hôtel bedeutet hier Stadthaus des Adels), eine ehemalige Therme aus einer Zeit, als Paris noch Lutetia hieß. Passend dazu das Museum des Mittelalters, die vor allem gotische Meisterwerke präsentiert, wie zum Beispiel den berühmten, sechsteiligen Wandbehang „Dame mit Einhorn“ oder die goldene Metall-Tafel „Basler Antependium“. 6 Place Paul Painlevé, 5. Arr., Mi-Mo 9:15-17:45 Uhr, Eintritt: Erw. 8€, erm. 6€, Anfahrt Métro 10 Station Cluny-La Sorbonne

Paris Les Invalides

Ebenso nur etwas für Liebhaber ist das Muséum national d’histoire naturelle, das Naturkundemuseum, dessen Sammlung zu den größten der Welt gehört. Falls ihr nicht hineingehen wollt, spaziert durch den darum liegenden Garten Jardin des Plantes, ein früherer königlicher Heilpflanzengarten, oder den anschließenden Zoo. 57 Rue Cuvier, 5. Arr., tgl. 10-18 Uhr, Eintritt: Er. 9€, erm. 7€, Anfahrt Métros 7,10 Station Jussieu

Paris Theater

Opéra National, Théâtre du Châtelet, Théâtre des Champs-Élysées

Paris ist im Herzen eine Stadt voller Musik und Tanz, so dass auch die Oper auf eine mittlerweile 300jährige Tradition zurück blicken kann. Die Opéra Garnier, das größte Theater der Welt, beeindruckt unweit der Galeries Lafayette äußerlich durch ihr pompöses barockes Erscheinungsbild mit Säulen und Statuen, innerlich durch fließende Marmortreppen, gigantische Deckenmalereien und einem in Rot und Gold gehaltenen Zuschauerraum, der mit Guckkastenbühne und Logen alten Aufführungsformen sowie dem eigentlichen Zweck eines abenfüllenden, gesellschaftlichen Events huldigt. Während ihr Repertoire hauptsächlich aus Ballett und klassischen Opern besteht, zeigt die wesentlich neuere Opéra Bastille moderneres Theater, das für das ganze Volk zugänglich sein soll. Dies zeigt sich auch an der offen gehaltenen, modernen Architektur. Gruselig: Die Opéra Garnier dient nicht umsonst als Vorlage für den Krimiklassiker „Das Phantom der Oper“, denn der Unterwassersee existiert tatsächlich! Opéra Garnier: Scribe et Auber, 9. Arr., Tickets: Mo, Sa 11:30-18:30 Uhr +Abendkasse, Anfahrt Métros 3,7,8 Station Opéra. Opéra Bastille: 130 Rue de Lyon, 12. Arr., Tickets: Mo, Fr 11:30-18:30 Uhr+Abendkasse, Anfahrt Métros 1,5,8 Station Bastille

Paris Oper

Von außen zwar gigantisch, aber simpel, von innen purer Prunk und Luxus: Das Théâtre du Châtelet am Ufer der Seine begleitet nicht umsonst seit über 150 Jahren das französische Musik- und Entertainmentgeschehen, so findet die jährliche Verleihung des Filmpreises César darin statt. Mittlerweile allerdings ist es hauptsächlich für klassische Konzerte beliebt und beachtet. 1 Place du Châtelet, 1, Arr., Tickets: Mo, Sa 11-19 Uhr+Abendkasse, Anfahrt Métros 1,4,7,11,14 Station Châtelet

Auf einem Spaziergang auf der berühmten Avenue verpasst nicht das Theater an der Champs-Élysées, das eine elegante und interessante Mischung aus einer eigenwilligen Beton- und Marmorfassade mit Götterreliefs, die den zeitgenössischen Geist transportieren soll, und einem im Inneren prachtvollen Logentheater darstellt, welches von Elementen der Art déco und des Jugenstils geziert wird. Heute finden hier hauptsächlich klassische Konzerte statt. 15 Avenue Montaigne, 8. Arr., Tickets: Mo-So 12-16 Uhr+Abendkasse, Anfahrt Métro 9 Station Alma-Marceau

Moulin Rouge, Comédie-Francaise

Glitzernde und glänzende durchfeierte Nächte, ein bisschen Skandal und viel verruchte Erotik: Das Cabaret Moulin Rouge dient nicht umsonst als Vorlage für zahlreiche Filme. Immer eine Gratwanderung zwischen Bürgertum und Verbotenem, präsentiert es seit über 100 Jahren anfangs Bälle, dann Operetten und schließlich die typischen Revuen, die mit spektakulären Elementen wie wilden Tiere aufwarten. Stürzt euch hinein in das Paris der Jahrhundertwende! 82 Boulevard de Clichy, 18. Arr., Shows 19+21+23 Uhr, Anfahrt Métros 2,13 Station Place de Clichy, Métros 2,12 Station Pigalle

Paris Moulin Rouge

Vor allem auf Grund ihrer Geschichtsträchtigkeit ist die Comédie Francaise relevant, die seit dem 17. Jahrhundert besteht und als Hauptaufführungsort für die Gattung der französischen Komödie gilt, die von Molière durch tiefsinnigen Klamauk salonfähig gemacht wurde. Auch falls ihr keine Freunde französischer Klassiker seid, lohnt sich ein Blick in das stattliche Gebäude nahe des Louvre. Übrigens: Der Sessel, auf dem Molière 1673 während einer Aufführung von „Der eingebildete Kranke“ seinen tödlichen Herzanfall bekam, steht noch immer dort. 1 Place Colette, 1. Arr., Tickets: tgl. 7-18 Uhr, Anfahrt Métros 1,7 Station Palais Royal-Musée du Louvre

Paris Events

Märkte

Gutes Essen und gesellige Momente: Die Pariser lieben ihre Märkte, wo verkostet und gekauft, gelacht und Neues entdeckt wird. Diese Märkte stechen aus dem Gros heraus:

  • Marché d’Aligre: Quirlig, authentisch und voller Überraschungen: In der Markthalle nahe der Opéra Bastille duftet es nicht nur nach herkömmlichem Obst und Gemüse, sondern nach wunderbaren Gewürzen und vielen nordafrikanischen Köstlichkeiten, Place d’Aligre, 12.Arr., Di-Sa 9-13 Uhr, Di-Fr 16-19 Uhr, Sa 15-19:30 Uhr, So 9-13:30 Uhr, Anfahrt Métro 8 Station Ledru-Rollin
  • Marché des Enfants Rouges: Auch hier wird an den vielen Essensständen die Verbindung zu Ländern wie Tunesien und Marokko, aber auch die Neugier auf andere Küchen schmeckbar, 39 Rue de Bretagne, 3. Arr., Di-Sa 8:30-19:30 Uhr, So 8:30-14 Uhr, Anfahrt Métro 8 Station Filles du Calvaire
  • Marché Bio Raspail: Ausschließlich biologisch und sehr hochwertig bis luxuriös werden hier nicht nur Lebensmittel, sondern unter anderem auch Kosmetika angeboten. Auch die Pariser Highsociety tummelt sich hier gerne mal! 6e Boulevard Raspail, 6. Arr., Fr 15-19 Uhr, Sa+So 8-14 Uhr, Anfahrt Métro 4 Station Saint-Placide, Métro 12 Station Notre-Dame-des-Champs

Fête de la musique, Fête des Jardins de Paris

Paris hatte mal wieder die Nase vorn, als es 1982 die Fête de la Musique erfand, die seitdem in vielen europäischen Städten veranstaltet wird. Jeweils zu Sommerbeginn am 21. Juli verwandelt sich die Stadt in ein kunterbuntes Durcheinander von Musik, Menschen und Essen, von den großen Hauptbühnen im Petit Palais und im Louvre sowie den Parks Jardin des Tuileries und Luxembourg über zahlreiche Amateuer-Musiker, die an allen Ecken ihre gute Laune verbreiten bishin zu spontanen Einsätzen und Tanzeinlagen: Wer an diesem Tag in Paris ist, ist mitten im Geschehen! Ähnlich und doch anders ist die Fête des Jardins de Paris an einem September-Wochenende, wenn in den großen Pariser Parks Konzerte, Ausstellungen und Kinofilme präsentiert werden.

Outdoor

Die Seine und ihre Brücken

Die Seine ist eines der unscheinbarsten und doch mächtigsten Wahrzeichen Paris‘. Beinahe nirgendwo lässt es sich so unverfälscht genießen wie in einem der Bistros mit Blick auf den Fluss oder bei einem Spaziergang direkt am Ufer. Viele kleine Stände, meist mit Antiquitäten, Büchern, Kunstdrucken und Postkarten, die am Ufer heimelig sind, unterstreichen dieses Bild des beinahe altmodischen Pariser Flair. Romantisch geh es außerdem auf den 40 (!) Brücken zu, die das Rive Droite mit dem Rive Gauche verbinden. Die wohl berühmteste und auch ältete ist die Pont Neuf, welche die Île de la Cité mit beiden Ufern verbindet und ein toller Ausgangsort für Spaziergänge ist. Die Pont des Arts ein wenig weiter westlich, die lange als Liebesbrücke bekannt war, wurde mittlerweile leider, aber notwendigerweise von dem Gewicht tausender Schlösser befreit, da ein Teil von ihr eingebrochen war. Ein Sommer-Special: Jeweils im Juli und August werden zwei Ufer-Abschnitte mit Sand, Liegestühlen und Volleyball-Flächen versehen, so dass ihr euch mitten im Großstadttrouble wie am Meer entspannen könnt.

Paris Seine

Friedhöfe, Parkanlagen

Paris ist grün! Auch wenn es auf den ersten Blick ein wenig gruselig ist: Der tief in seinem Inneren zur Melancholie neigende Pariser liebt seine Friedhöfe. Zu Recht, sind der Cimetière du Père-Lachaise, du Montparnasse oder de Montmartre doch als gigantische Parkfriedhöfe angelegt und eignen sich bei schönem Wetter bestens zum Flanieren in tiefen Gedanken oder zu einem Picknick. Dabei wird der eigentliche Sinn nicht außer Acht gelassen: Gräber wie das von Édith Piaf oder Jim Morrison sind heute noch Pilgerstätten. Ein wenig lebendiger geht es natürlich auf den vielen anderen Grünflächen, meist Schlossgärten, zu, wie der Jardin des Tuileries, de Luxembourg, die Eslanade des Invalides oder der Champ de Mars, sowie zahlreiche kleinere begrünte Plätze, die stets auch mit Cafés einhergehen.

Paris Nightlife

Das Leben spielt sich draußen in den vielen Bars und Cafés ab, deren Terrassen auf den Straßen ineinander übergehen, und weniger in den überteuerten Clubs mit sehr strengen Türstehern. Wir haben für euch die besten Locations rausgesucht, wo ihr je nach Lust und Laune feiern gehen könnt!

Bars und Cafés

  • Montmartre: Einerseits ein wenig verrucht zwischen Moulin Rouge & Co, andererseits einfach tolle Szenelokale, zum Beispiel Chez Julien, €€,  2 Rue Lepic, 18. Arr., Mo-Fr 7-2 Uhr, Sa-So 10-2 Uhr, Anfahrt Métro 2 Station Blanche 
  • Oberkampf: In dieser so merkwürdig klingenden Gegend häufen sich die französischsten und auch preisfreundlichsten Lokale Paris‘, zum Beispiel Café Le Baron mit guten Cocktails und gratis Tapas, €€11 Rue de Châteaudun, 9. Arr., tgl. 7:30-2 Uhr, Anfahrt Métro 7 Station Le Peletier
  • Quartier Latin: Der Künstlerflair des Viertels zeigt sich auch abends in vielen feinen Bars mit toller Atmosphäre, zum Beispiel Le Cardinal Saint-Germain, €€11 Boulevard Saint-Germain, 5. Arr., tgl. 7-2 Uhr, Anfahrt Métro 10 Station Maubert-Mutualité
  • Bastille: Die Menschenmengen haben den Anschein, die Revolution sei wieder ausgebrochen. Empfehlenswert, vor allem um Leute kennen zu lernen, aber nicht mehr ganz so französisch ist zum Beispiel die Bootleg Bar mit Live-Musik, €€55 Rue de la Roquette, 11. Arr., tgl. 17-2 Uhr, Anfahrt Métros 1,5,8 Station Bastille

Clubs in Paris

  • Le Divan du Monde: Auf mehreren Floors gibt es hier Konzerte und normalen DJ-Betrieb, die Musik ist dabei so unterschiedlichen Genres wie das Publikum, €€75 Rue des Martyrs, 18. Arr., Eintritt und Öffnungszeiten je nach Event, Anfahrt Métros 2,12 Station Pigalle
  • Le Saint: Viel House, aber auch Salsa (das mögen die Pariser) wird hier gespielt, dementsprechend ist das Publikum ein bisschen lässiger, €€7 Rue Saint-Séverin, 5. Arr., Eintritt und Öffnungszeiten je nach Event, Anfahrt Métro 4 Station Saint-Michel
  • Le Queen: Immer noch eine Attraktion und vor allem für die Schwulennächte Dienstag und Donnerstag berühmt und berüchtigt, €€€79 Av. des Champs-Élysées, 8. Arr., Eintritt und Öffnungszeiten je nach Event, Anfahrt Métro 1 Station George V

Unterwegs in Paris

Arrondissements und Quartiers

Paris ist spiralförmig in 20 Bezirke, die Arrondissements, aufgeteilt. Sowohl die letzten 2 Ziffern der Postleitzahl (zum Beispiel 75116 Paris) als auch die Straßenschilder verraten euch euren Standort. Als Besucher werdet ihr euch wahrscheinlich am ehesten in den Arrondissements 1-8 aufhalten, wobei viele Hotels und auch manche Sehenswürdigkeiten in den angrenzenden Bezirken angesiedelt sind. Zudem gibt es noch untergegliederte Quartiers, also Viertel, wie zum Beispiel das für sein Künstlertum berühmte Quartier Latin. Wichtig für die Orientierung ist ein grober Überblick über den Stadtaufbau: Die Seine unterteilt Paris in das Rive Droite (das rechte, eher für Handel und Gewerbe bekannte Ufer) und Rive Gauche (das linke, künstlerisch-intellektuelle Ufer) und beinhaltet zwei Inseln, die Île de la Cité und die Île Saint-Louis.

Courtesy of www.AirPano.com

Paris Métro

Die Öffentlichen Verkehrsmittel (RATP) sind in Paris sehr gut ausgebaut. Die Stadt erkundet ihr am besten mit der Métro (U-Bahn) oder auch den Straßenbahnen, Busse hingegen sind auf Grund der extremen Verkehrssituation nicht zu empfehlen. Ein einzelner Fahrschein kostet 1,80€, 10 Tickets 14,10€. Für Touristen gibt es das „Paris Visite“-Ticket (1 Tag 11,15€, 5 Tage 35,70€), womit Ermäßigungen in Museen und dergleichen einhergehen. Schwarzfahren ist übrigens nicht wirklich möglich, da jede Métro-Station durch eine Schranke abgeriegelt ist, die sich erst durch euer Ticket öffnet.

Vélib‘ Paris

Da die Distanzen zwischen den einzelnen Sehenswürdigkeiten teilweise sehr gering sind und einen wunderschönen Ausblick auf die Seine oder Parkanlagen offenbaren, bietet sich eine kleine Fahrradtour vor allem bei schönem Wetter an. Dazu nutzt ihr am besten Vélib‚ mit über 23.000 Fahrrädern an 1.800 Stationen. 30 Minuten sind kostenlos, danach kosten ein 1 Tag 1,70€ und 7 Tage 8€.

Shopping in Paris

Haute Couture, Coco Chanel und Louis Vuitton? Mais ouí, doch wirklich comme un parisien trägt nur, wer sich seinem persönlichen Stil entsprechend kleidet und selbstbewusst wohlfühlt. Daher liegen Flohmärkte und Second Hand Shops schon lange im Trend und beeinflussen auch die großen Designer. Wir zeigen euch, wo ihr in Paris am besten shoppen könnt:

Galeries Lafayette Paris &. Co

  • Galeries Lafayette: Das legendäre Kaufhaus im Jugendstildesign bietet riesige Auswahl in phänomenaler Atmosphäre und einem tollen Ausblick von der Dachterrasse, 40 Boulevard Haussmann, 9. Arr., Mo-Sa 9:30-20 Uhr, Anfahrt Métros 7,9 Station Chaussée d’Antin-La Fayette
  • Printemps: Zwei Häuser weiter befindet sich das nächste, nicht minder pompöse Kaufhaus mit ähnlichem Angebot, 64 Boulevard Haussmann, 9. Arr., Mo-Sa 9:35-20 Uhr, Anfahrt Métros 3,9 Station Havre-Caumartin
  • Forum des Halles: Dieses Einkaufsparadies im Stil von Großmarkthallen inkludiert auch ein Kino und zahlreiche Restaurants, 101 Rue Berger, 1. Arr., Mo-Sa 10-20 Uhr, Anfahrt Métro 4 Station Les Halles
  • Galerie Vivienne: Kein Kaufhaus, sondern eine wunderschöne Ladenpassage aus dem 19.Jahrhundert mit Geschäften und Restaurants, 6-8 Rue Vivienne, 2. Arr., Mo-Sa 8-20:30 Uhr, Anfahrt Métro 3 Station Bourse

Paris Galeries Lafayette

Haute Couture

Auch wenn ihr viele Geschäfte namhafter Designer auch in den genannten Kaufhäusern findet, ist das goldene Dreieck um die Avenues Montaigne, George V und Champs-Élysées immer noch die Adresse Nummer 1 für die großen Marken der Haute Couture wie Dior, Louis Vuitton, Chanel und viele andere. Teuer, aber auch irgendwie sehr elegant und auch als Schaufensterbummel durchaus beeindruckend, 8. Arr., Anfahrt zum Beispiel Métro 9 Station Alma-Marceau

Paris Shoppen

Vintage

Second Hand ist nicht gleichzusetzen mit abgetragener, schmuddeliger Altware – das weiß der Mode-Connaisseur ganz genau. Für ihre alternativen Styles und relativ günstigen Angebote sind die Viertel Le Maris, Quartier Latin und Montmartre bekannt, zum Beispiel findet ihr hier Kiliwatch und Episode, die neben Vintage-Kleidung auch viele Accessoires und Taschen verkaufen. 64 Rue Tiquetonne, bzw. 12-16 Rue Tiquetonne, Mo 14-19:15 Uhr, Di-Sa 11-19:45 Uhr, Anfahrt Métro 4 Station Étienne Marcel

Flohmarkt Paris

So wie die Pariser ihre Märkte lieben, steht auch die gebrauchte – pardon – Vintage-Variante hoch im Kurs. Allerdings muss man für die besten ein wenig Métro fahren.

  • Marché aux Puces de Montreuil: Neben Kunst und Antiquitäten finden sich hier viel Schmuck, Schuhe und Stoffe unter beinahe 500 Ständen, Avenue du Professeur André Lemierre, 20. Arr., Sa-Mo 7-19:30 Uhr, Anfahrt Métro 9 Station Porte de Montreuil
  • Marché aux Puces de Saint-Ouen: Tatsächlich ein gutes Stück außerhalb, dafür aber angeblich der größte Flohmarkt Europas: Hier wird wirklich jeder fündig. Dank des Hallensystems vorher gucken, was einen interessiert, dann verliert man auch bei Zeitdruck keine wertvollen Shopping-Minuten, Porte de Clignancourt, 93400 Saint-Ouen, Sa-Mo 10-17 Uhr, Anfahrt Métro 12 Station Jules-Joffrin

ÜBERSICHT

Fakten

Staat: Frankreich

Fläche: 105km²

Bevölkerung: 2.500.000

Telefonvorwahl:; international:+33 1

Bürgermeisterin: Anne Hidalgo (Pari Socialiste)

Website: www.paris.fr

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