Die Bedeutung des Diwali Festes für die hinduistischen Gläubigen kann etwa mit Weihnachten für die Christen oder dem Chinesischen Neujahrsfest bzw. Mond-Neujahr verglichen werden. Das Wort Diwali leitet sich aus dem Sanskrit von „deepavali“ ab und heißt wörtlich übersetzt: „Kette entzündeter Lichter“. Es wird deshalb auch als Lichterfest oder festival of lights bezeichnet. Wie das Festival genau begangen wird, hängt von der jeweiligen Region, religiösen Ausprägung und der Familie ab, in der Diwali gefeiert wird. Sikhs, Jains und manche Buddhisten feiern das Diwali Fest mit individuellen Abänderungen. Einige Elemente, wie der duftende Blumenschmuck, Feuerwerke, bunte Rangolibilder und Kolams aus Sand oder Puder vor den Haustüren und das Teilen von Essen, dürfen jedoch bei keinem Diwali Fest fehlen!

Der Ursprung des Diwali Festivals

Für Hindus markiert das Diwali Fest die Rückkehr der Gottheiten Rama und Sita in das Dorf Ayodhya nach ihrem 14-jährigen Exil. Um ihre Rückkehr zu feiern, erleuchteten die DorfbewohnerInnen Öllampen, die den dunklen Weg erhellten. Für andere Hinduisten wiederum wird das Fest mit Lakshmi – der Göttin des Reichtums und Wohlstands – in Verbindung gebracht und dementsprechend Lakshmi Puja gefeiert. Der Sage nach war ihre Geburt der Beginn des 5-tägigen Diwali Festes. In West Bengal wird auch die Göttin Kali – die Göttin des Todes und der Zerstörung, aber auch des Neubeginns am ersten Diwali Festtag für 3 Tage gefeiert. An Kali Puja wird ausgiebig gegessen, gefeiert und Feuerwerk entzündet. Außer Läden mit Süßigkeiten, Gebäck und Feuerwerk, sind alle Geschäfte geschlossen.

Wie wird Diwali heute gefeiert?

Diwali beginnt stets zum Neumond am 15. des Hindu-Monats „Kartik“, also der dunkelsten Nacht des Jahres, was im gregorianischen Kalender Ende Oktober/Anfang November entspricht. Es werden Öllampen, sogenannte diyas, Kerzen und Laternen angezündet. An Diwali reisen viele Hinduisten in das historische Dorf Ayodhya, das zu den sieben heiligen Orten des Hinduismus gehört, da dort der Gott Rama geboren sein soll. Das Fest verbindet alle Feiernden durch eine gemeinsame Symbolik: Wichtig ist das Sinnbild des Sieges des Lichtes über die Dunkelheit. Also der Sieg von Wissen über Ignoranz, letztendlich von Gut über Böse. Daher bereiten die Menschen ihre Häuser entsprechend vor. Es wird geputzt, die Häuser bunt geschmückt, Sand-, Blüten- und Kerzenbilder auf den Straßen erschaffen und tagelang gekocht, um mit der Familie den Neubeginn mit einem Festessen zu zelebrieren.

Da hinduistische Fest teilt sich in 5 Tage und 5 Abschnitte auf: Dhanteras (Tag 1), Naraka Chaturdasi (Tag 2), Lakshmi Puja oder Kali Puja (Tag 3), Padwa, Balipratipada (Tag 4), Bhai Duj und Bhaiya Dooji (Tag 5).

Die Rituale

Dhanteras: Es ist der Festtag des Reichtums an dem Edelmetalle, besonders als Statuen und Schmuck, gekauft und verschenkt werden.

Naraka Chaturdasi: An diesem Tag startet der Tag mit besonderen Morgenritualen. Es werden Ölzeremonien mit Blumen und Sandelholz durchgeführt.

Lakshmi Puja: Der dritte Tag ist der Haupttag der Feierlichkeiten. Heute wird der Göttin Lakshmi mit Gebeten und Opfergaben gedacht.

Padwa, Balipratipada: An diesem Tag wird die Liebe zwischen Ehemann und Ehefrau gefeiert. Männer beschenken heute ihre Frauen.

Bhai Duj, Bhaiya Dooji: Am letzten Tag wird das besondere Band zwischen Brüdern und Schwestern mit einem Gebet gefeiert.

Wo wird Diwali überall gefeiert?

Diwali wird in allen vom Hinduismus geprägten Ländern gefeiert. Daher ist es auch in Mauritius, Suriname, Fidschi, Trinidad, Tobago, Singapur sowie Südafrika und der indischen Diaspora in Uganda weit verbreitet. Aber auch in den USA und Kanada spielt das Fest für die indischen Communities eine große Rolle.

DiwaliCandlesLights

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