Die Übernahme ist laut Angaben beider Unternehmen bereits am Montag erfolgt. Integriert werden die ersten Postbusse im November in das Fernbusnetz. Es ist davon auszugehen, dass Flixbus die derzeitigen Busse erst nach und nach umlackieren wird. Daher werden die gelben Fernbusse nicht sofort aus dem Stadtbild verschwinden. Nach der Einverleibung von MeinFernbus und Megabus ist dies bereits die dritte Flixbus-Übernahme innerhalb von 1,5 Jahren. Erst vor Kurzem hatte Postbus noch versucht, mit einer Rabattaktion Kunden zu gewinnen.

Streckennetz und Preise

Veränderungen sind aber sowohl beim Streckennetz als auch bei den Preisen zu erwarten. Da der Fernbuskonzern mit der Übernahme seinen Marktanteil in Deutschland von ca. 71% auf über 80% steigert, ist auf hoch frequentierten Strecken mit Preiserhöhungen zu rechnen. Auch wenn Flixbus-Geschäftsführer André Schwämmlein predigt, dass der Konzern die Preise halten wird, wenn die Auslastung der Busse stimmt: „Man kann auf dem derzeitigen Preisniveau Gewinne erwirtschaften, wenn man die Busse voll macht“.

Dies soll durch die Fusion der Streckennetze erfolgen. Zudem kündigte Schwämmlein an, Doppelbefahrungen zugunsten von neuen Strecken zu streichen: „Wir wollen zum Beispiel die Küste häufiger anfahren“.

Europas Markführer

Innerhalb eines Jahres hat sich die Flixbus GmbH nun von einem Mitkonkurrenten zu dem Marktführer auf dem Fernbusmarkt aufgeschwungen. Neben Flixbus agiert nun eigentlich nur doch die Deutsche Bahn mit ihrem Busunternehmen BerlinLinienBus und IC Bus als deutscher Konkurrent. Auch auf dem restlichen Markt in Festlandeuropa ist der Münchener Konzern mittlerweile die Nummer 1.

Quellen: 

handelsblatt.de

wiwo.de

flixbus.de