Grundsätzlich gibt es zwei Arten von Suchmaschinen zur Flugsuche: Die konventionellen Flugsuchmaschinen bzw. Online Reisebüros wie Opodo, Expedia und Check24 und die Metasuchmaschinen wie Swoodoo, Skyscanner und Momondo. Unser Test dieser Suchmöglichkeiten hat ergeben, dass Metasuchmaschinen in der Regel die besseren Ergebnisse liefern. Deswegen raten wir, bei der Flugsuche zunächst eine der folgenden Metasuchmaschinen zu nutzen:

  1. Momondo
  2. Kayak / Swoodoo 
  3. Skyscanner
  4. Google Flights

Flugsuche per Metasuchmaschinen

Auch hier gibt es vorab einen allgemeinen Hinweis. Bei der Flugsuche lohnt sich immer ein Vergleich. Schaut euch also die für euch am besten zu bedienenden Suchmaschinen an und vergleicht diese. Denn nicht bei allen Anbietern erscheinen dieselben Angebote.

1. Momondo

Wer auf schickes Design und übersichtliche Diagramme steht, sollte sich die Flugsuche von Momondo einmal angucken. Der Nachteil ist, dass eine Flugsuche ohne Ziel nicht möglich ist. Lediglich Flughäfen in der Nahe können ausgewählt werden. Auch die Termine sind nicht flexibel.

Schönes Design: Bei der Flugsuche mit Momondo freuen sich die Augen
Schönes Design: Bei der Flugsuche mit Momondo freuen sich die Augen

2. Kayak / Sowoodoo

Die Metasuchmaschinen Kayak und Swoodoo gehören zu einem Konzern. Kayak agiert weltweit, Swoodoo ist auf den deutschen Markt spezialisiert. Die Ergebnisse sowie die Filtermöglichkeiten sind nahezu dieselben: Bei den Daten kann eine Flexibilität von +/- 3 Tagen angegeben werden, Zahlungsgebühren können mit einberechnet werden und Flughäfen in der Nähe lassen sich auswählen. Zudem gibt es eine Beschränkung der Online Reisebüros, bei denen die Suchmaschine Angebote sucht. Bei Swoodoo gibt es hier die Option die Flugsuchmaschine „Checkfelix“ in die Suche einzubeziehen. Bei Kayak ist dies nicht möglich.

Die Ergebnisse der Flugsuche via Kayak
Die Ergebnisse der Flugsuche via Kayak
Flugsuche im Vergleich: Swoodoo ist ein wenig günstiger
Flugsuche im Vergleich: Swoodoo ist ein wenig günstiger

3. Skyscanner

Diese Metasuchmaschine Skyscanner überzeugt vor allen durch die Flexibilität der Suche. So lässt sich beispielsweise nach dem günstigsten Flugmonat für eine Verbindung suchen. Außerdem lassen sich bei Ab- und Ankunftsorten auch ganze Länder angeben. Für die Flugsuche ohne Ziel kann Skyscanner deswegen sehr gut eingesetzt werden. Deswegen benutzen auch wir die Site gerne für die Suche nach günstigen Flügen ohne konkrete Zielangabe.

Mit Skyscanner ist die Flugsuche ohne Ziel möglich
Mit Skyscanner ist die Flugsuche ohne Ziel möglich

4. Google Flights

Newcomer bei den Metasuchmaschinen für Flüge ist der Internetgigant Google. Zwar befindet sich die Funktionalität und die Auswahl der Anbieter noch im Aufbau, aber es ist davon auszugehen das in Kürze auch Google Flights mit flexiblen Buchungen und Ähnlichem auf sich aufmerksam macht. Momentan benutzen wir diese Suchmaschine noch nicht (Stand September 2015). Aber das kann sich bald ändern. Positiv ist heute bereits die Kartenfunktion zu erwähnen.

Schick: Die Google Flights Kartenfuntkion für die Flugsuche
Schick: Die Google Flights Kartenfuntkion für die Flugsuche

Tipps und Tricks für die Flugsuche

Egal, welche der Metasuchmaschinen ihr nutzt, solltet ihr zusätzlich folgende Hinweise beachten:

  1. Am besten bei der Airline buchen
  2. Umkreissuche einschalten
  3. Auf Zusatzgebühren achten
  4. Nach Gabel- und Wurmflügen Ausschau halten
  5. Browser im Inkognito-Modus benutzen

1. Am besten bei der Airline buchen

Wenn es geht, solltet ihr nach der Flugsuche über die Suchmaschine immer auf die Website der Airline gehen und gucken, ob der Preis dort derselbe ist. In diesem Fall ist es empfehlenswert, den Flug auch dort zu buchen. Sollten Probleme (Flug-Stornierung, Krankheit etc.) auftreten, ist es immer einfacher direkt mit der Fluggesellschaft zu sprechen, als mit einer Mittelsfirma. Manchmal sind die günstigen Flugangebote aber für bestimmte Online Reisebüros reserviert. In diesem Fall ist es ratsam, im Internet kurz zu checken, ob die genannte Webssite vertrauenswürdig ist. Dies lässt sich u. a. über die Site Trustpilot erledigen.

2. Umkreissuche einschalten

Bei jeder Suche sollten immer auch benachbarte Flughäfen als Reiseziel angegeben werden. So kann manchmal einiges gespart werden. Vor allem bei grenznahen Städten. Denn die Länder besitzen unterschiedliche Kerosinsteuern. So kann es bspw. günstiger sein nach Amsterdam zurückzufliegen, statt nach Dortmund.

3. Auf Zusatzgebühren achten

Ob Billigflieger, Flugsuchmaschinen, oder Metasuchmaschinen – alle versuchen euch mit etlichen Zusatzangeboten, noch mehr Geld aus der Tasche zu ziehen. Hierzu haben wir einen Artikel verfasst, der die Zusatzgebühren bei den Billigfliegern vergleich und euch sagt, welche Angebote sinnvoll sind und welche nicht. Als Faustregel gilt: Versicherungen lohnen sich nicht – Transferangebote können sinnvoll sein.

4. Nach Gabel- oder Wurmflügen Ausschau halten

Für Flugprofis sind sie eine exzellente Einsparmöglichkeit, für Neulinge ein Mysterium: Gabel- und Wurmflüge. Gabelflüge sind solche mit verschiedenen Start- oder Zielorten (bspw. Frankfurt – New York / New York – Amsterdam). Wurmflüge sind quasi Flüge mit Zwischenstopp, bei denen ihr das letzte Teilstück nicht antretet. Mit beiden kann Geld gesparrt werden. Allerdings ist die Suche sehr zeitintensiv. Dies genauer zu erklären würde hier den Rahmen sprengen. Auf jeden Fall können wir euch raten, nachdem ihr euren Flug gefunden habt, über die Flugpreissuchmaschine Matrix zu gucken, ob derselbe Flug mit einem anderen Endpunkt bzw. einem Zwischenstopp in eurer Zieldestination eine Preiseinsparung ermöglicht. Allerdings solltet ihr bei Wurmflügen aufpassen. Fluggesellschaften sehen diese Praxis nicht gerne. Deswegen ist bei solchen Flügen die Gepäckmitnahme problematisch.

Bei der Flugsuche mit der Matrix werden die Verbindungen nicht verlinkt.
Bei der Flugsuche mit der Matrix werden die Verbindungen nicht verlinkt.

5. Browser im Inkognito-Modus benutzen

Eine gängige Praxis der Suchmaschinen ist es, euch einen Flug, nachdem ihr häufiger in der Vergangenheit gesucht habt, bei jeder Suche etwas teurer anzuzeigen. Euch soll quasi eine Preissteigerung vorgegaukelt werden. Führt ihr allerdings dieselbe Suche auf einem anderen Rechner oder einem anderen Browser durch, entfällt diese Preissteigerung und ihr bekommt den Originalpreis angezeigt. Deswegen empfiehlt es sich, nach der Vorrecherche zur Buchung auf einen anderen Browser zu wechseln. Noch einfacher ist es, den Inkognito-Modus (Erklärung zur Nutzung des Inkognito-Modus bei Firefox, Chrome und dem Internet Explorer) des Browsers zu nutzen. Dieser erzeugt denselben Effekt wie ein anderer Browser.

Oben rechts findet ihr den Chorme Inkognito-Modus
Oben rechts findet ihr den Chorme Inkognito-Modus