Liebe Weltenwanderer,

sucht ihr nach ein wenig Inspiration für eure nächste Reise oder ihr seid bereits unterwegs und braucht ein paar Tipps – Ich hoffe euch mit meinen Artikeln eine kleine Vorstellung von Sri Lanka, Indonesien, Singapur und nun Malaysia sowie Vietnam zu geben! Stöbert etwas durch die Texte und entdeckt eventuell das ein oder andere Neue für euch.

Meiner Meinung nach, hört man ziemlich wenig über Malaysia und es ist sehr schwer, eine Vorstellung zu bekommen, wie es ist als Backpacker durchs Land zu reisen. In diesem Teil heute möchte ich euch, wie Versprochen die Street Art in Penang zeigen sowie ein Fazit zu meinen Tagen in dem modernen und kulturell vielseitigen Malaysia geben.

Eine kleine Änderung gibt es auch: Nach mittlerweile einigen Wochen des Alleinreisens bin ich nun nicht mehr solo unterwegs! Bis zum letzten Abend meiner Reise begleitet mich mein Bruder Tom in Vietnam und anschließend noch eine Woche im Süden Thailands. Der Flug zurück aus Bangkok war einfach unschlagbar günstig und daraus wurde unsere Reise bestimmt.

Street Art in Penang

Wie im letzten Artikel versprochen, habe ich ein paar Fotos von der Street Art in Penang gemacht und muss ehrlich sagen, ich werde einige davon in meine Wohnung hängen. Viele der Bilder wurden mit Accessoires ausgestattet und machen jedes Einzelne noch ein klein bisschen besonderer. Macht euch eure eigene Meinung:

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Nicht nochmal nach Malaysia – Gründe und Fazit

Allgemein kann man sagen, dass Malaysia ein schönes Land ist, wobei ich nur den Teil zwischen Singapur und Thailand besucht habe. Allein die Aussicht aus dem Bus auf der Autobahn ist ein Traum, mit dem Dschungel und den Bergen im Hintergrund. 11 Tage habe ich dort verbracht und ich muss ehrlich sagen, dass ich sie ganz nett fand, dennoch nicht plane noch einmal zurück zu kommen. Eine kleine Übersicht über Land und Leute möchte ich euch geben.

Die Menschen

Trotz Sprachbarriere sind die Einheimischen stets bemüht zu helfen. Sehr lieben, netten und neugierigen Menschen bin ich in Malaysia begegnet und habe mich auch als alleinreisende Frau immer sicher und wohl gefühlt. Ein Highlight ist man als Westlicher dort nicht besonders. Ab und zu schauen die Leute schon ganz gerne, aber Fotos und Videos werden weniger gemacht. Vor allem junge Leute tragen Markenkleidung, jeder besitzt eins der neusten Handys und das Leben spielt sich gerne in der Mall ab.

Das Essen

Wenn mir wirklich was in Erinnerung bleiben wird, dann ist es das Essen. Ihr bekommt hauptsächlich chinesisches und Indisches Essen. In den Malls findet ihr dann ebenfalls McDonalds, Burger King, KFC oder Subway. Ich habe tatsächlich jeden Tag indisch gegessen. Für 2-3€ werdet ihr satt und es schmeckt einfach traumhaft! Ein paar Kilos hat mir das allerdings auch mit auf den Weg gegeben. Ihr bekommt ebenfalls ganz gutes Sushi bei Sushi King in den Malls. Dort könnt ihr euch bereits für 3-4€ mit Sushi vollstopfen. Die Einheimischen trinken ihren Tee und Kaffee generell mit gesüßter Milch, betont daher, wenn ihr euer Getränk lieber ungesüßt möchtet. Der Hygienestandard ähnelt, außer vielleicht in den schicken Hotels und Restaurants, denen der anderen südlichen asiatischen Ländern und würde in Deutschland auf keinen Fall akzeptiert werden. Ich hatte mit dem Streetfood gar keine Probleme.

Der Transportregenwald

Mir hat der Transport in Malaysia mittelmäßig gefallen. Es gibt zwischen den Städten gute Busverbindungen, die preislich ganz ok sind. Für 4 Stunden Fahrt zahlt ihr ungefähr 6€. Die Sitze sind ziemlich bequem und wer einen schwachen Magen hat, sollte sich eine Plastiktüte mitnehmen. Auf jeder Fahrt gab es einen Unglücklichen. Es werden regelmäßig an Raststätten Pinkelpausen gemacht, so habt ihr ebenfalls die Möglichkeit einen Snack zu besorgen. Das Streckennetz ist meiner Meinung nach sehr eingeschränkt und gute Busverbindungen sind nur zwischen großen Städten möglich. Um in weiter abgelegene Gegenden zu gelangen könnt ihr euch an Taxi nehmen (deutlich günstiger als Deutschland, dennoch summiert es sich schnell) oder ihr mietet einen Roller oder ein Auto.

Selbst unterwegs – Auto oder Roller mieten

Der Verleih von Autos und Rollern ist vergleichbar mit europäischen Preisen. Meine Unterkunft bot 2 Stunden Rollerverleih für 4€ an. Für einen Tag bezahlt ihr schnell ab 10€. Einfach durch die Gegend zu fahren wird auf Dauer ziemlich teuer, bietet aber die Möglichkeit kleinere Dörfer mit wenig bis keinen Touristen zu besuchen. Ich habe in Malaysia darauf verzichtet und bin in Orten geblieben, die besser am Netz angeschlossen waren.

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Die paradiesischen Inseln waren komplett ausgebucht, weshalb ich keine der Inseln ums Festland herum besucht habe. Tauchen ist ziemlich günstig und ich hätte sehr gerne einige Tage damit verbracht. Ein Fun Dive für zertifizierte Taucher liegt bei unter 20€. Generell werden viele Touren in allen Regionen des Landes angeboten und ich hatte das Gefühl, dass man auch nicht so viel auf eigene Faust machen kann. In den Cameron Highlands gibt es viele Wanderwege und wenn ihr zu zweit seid, könnt ihr einige davon gut ohne Guide entlanglaufen. Ansonsten können stets Tempel besucht werden oder Museen und andere Einrichtungen die für Touristen interessant sein können, wie z.B. der Schmetterlingspark. Shops für Souvenirs gibt es massig, die besonders gerne Kuscheltiere und bunte Spielsachen verkaufen. Ich habe eine Tour in den Cameron Highlands gebucht. Für 10€ waren wir 4 Stunden unterwegs, haben den Regenwald und eine Teeplantage besucht. Es war trotz vieler Touristen sehr nett und der Guide konnte uns viel erzählen.

Fazit – Wieso ich nicht noch einmal nach Malaysia reisen würde

Die Menschen sind nett, das Essen ist gut – Doch irgendwie fand ich Malaysia wenig spannend. Es ist sehr modern im Vergleich zu den anderen südostasiatischen Ländern und mir persönliche fehlte dort das Abenteuer, das Unerwartete. Wenn ich eine Pause vom Westen nehme, freue ich mich auf eine ganz neue Erfahrung und habe das chaotische Treiben in Sri Lanka und Indonesien lieben gelernt. Malaysia hat definitiv schöne Ecken, doch ist es weniger aufregend für Backpacker. Ich bereue nicht dorthin gefahren zu sein, der Abschied fiel mir allerdings auch nicht schwer.


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Von Kuala Lumpur ging es für mich nach Hanoi in Vietnam ,worauf ich mich schon sehr gefreut habe. Viele Reisende haben mir bereits von Vietnam erzählt und irgendwie hatte ich im Gefühl, dass auch ich es lieben würde. Bereits am ersten Tag wurde dies bestätigt.

Aus Eins wird Zwei und Drei

Wie ich bereits oben erwähnt habe, ist mein Bruder Tom jetzt an meiner Seite. Es ist sehr schön, nach Wochen mal ein bekanntes Gesicht zu sehen, doch ab jetzt muss man sich abstimmen. Da er aus Deutschland kam und wir 8 Stunden voneinander in Hanoi landeten, bin ich schon einmal in die Stadt vorgefahren. Auf dem Weg dorthin traf ich Chris aus LA und er begleitet uns nun seit einigen Tagen. Der erste Tag verlangte von mir eine kleine Umstellung, da ich mich nicht mehr nur nach meinen eigenen Vorstellungen richtete. Plötzlich sprach und plante ich mit 2 weiteren Menschen.

Tipp: Um meinen Bruder am Flughafen zu kontaktieren, habe ich mir eine Simcard für reinen Internetgebrauch in der Stadt gekauft. Für 150.000 Dong (~5,50€) habe ich ganze 18 GB bekommen.

Ankunft in Hanoi – Wo schlafen und wie hinfahren?

Die günstigen Unterkünfte findet ihr außerhalb des Zentrums, doch fand ich es sehr umständlich, mir dort ein Zimmer zu suchen. Vom Flughafen fährt ein Shuttlebus und die Linie 86 in den Bezirk Old Quarter, kosten beide 30.000 Dong (ca. 1,10€) und dauern zwischen 30 und 40 Minuten. Ihr findet die Busse direkt, wenn ihr das Flughafengebäude verlasst vor euch. Da ihr dann bereits im Zentrum seid, lohnt es sich kaum noch einmal raus zu fahren. Sagt einfach, dass ihr im Old Quarter rausspringen möchtet und der Busfahrer hält dort für euch an. Entweder bucht ihr vorab ein Zimmer, könnt aber definitiv auch spontan ein Bett bekommen. Die Hostels bieten Betten ab 7$ und haben heiße Duschen sowie Frühstück inkludiert. Der Stadtteil Old Quarter ist bunt, lebendig, voll mit gutem Essen und Bars. Wir haben uns vor Ort Betten im Old Quarter View Hanoi Hostel genommen und waren damit super zufrieden. Die Lage ist optimal und das Personal super hilfsbereit.

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Tipp: Übernachtet im Old Quarter. Die Lage ist optimal für Backpacker und hat viele Hostels. Leute lernt ihr dort sehr viele kennen.

Was tun in Hanoi?

Wir hatten keine Lust auf Museen und haben 2 vietnam65Tage damit verbracht, unsere selbst erstellte Foodtour abzuarbeiten. Mithilfe des Internets hat Chris bereits vorab die besten Tipps rausgesucht und der super liebe Rezeptionist hat sie auf einer Karte markiert. Besonders gut waren mit Fleisch gefüllte Rice Rolls, Kaffee mit Eigelb und eine köstliche Pho Ga (Nudelsuppe mit Huhn). Das Wetter ist sehr warm und schwül, was das Gehen sehr anstrengend gestaltet. In den Wintermonaten ist es etwas kühler. Wir haben uns einen Platz im Schatten gesucht und ein kaltes Bier (0,90 – 1,10€) getrunken. Und anschließend noch eins. Es gibt sehr viele Shops in den Straßen und für die unter euch, die gerne vietnam45Handeln kommt ihr hier ins Paradies. Schöne Sachen werden überall angeboten und es fällt schwer sich zurückzuhalten. Generell könnt ihr ruhig noch 40 bis 50% vom Preis runterhandeln. Jeden Abend findet ihr einen Markt und Musik auf der Straße. Unterhaltet euch mit den Einheimischen, die Englisch sprechen und genießt die Atmosphäre. Es passiert so viel parallel, dass euch nie langweilig wird. Alles lädt zum Fotografieren ein und die Fotos sind unglaublich schön.

Tipp: Sucht bei Tripadvisor nach guten Restaurants und erstellt eure eigene Tour.

Tipp II: Mit Uber kommt ihr super günstig durch die Stadt. Wir zahlten für 10 Minuten durch die Innenstadt 1 US$.

Sapa – Der Norden mit den Reisfeldern

Einige der schönsten Fotos Vietnams entstehen in Sapa. Nahe der chinesischen Grenze befindet sich ein Traum an Landschaft. Berge voll mit Reisfeldern und dazwischen kleine Dörfer. Zum Wandern ist diese Gegend perfekt geeignet. Auf den Wegen begleiten euch gerne eine paar einheimische Frauen in traditioneller Kleidung. Sie helfen euch, damit ihr nicht ausrutscht, plauschen gerne mit dem Englisch das sie beherrschen und freuen sich am Ende, wenn ihr vielleicht den ein oder anderen Schal oder etwas Schmuck von ihnen kauft. Die Treks sind ohne Guide möglich und ihr spart bestimmt ein paar Euro, ich war jedoch sehr glücklich mit der gebuchten Tour.

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Sapa Kostenvergleich – Auf eigene Faust oder mit gebuchter Tour

vietnam9Wer in Hanoi ist, sollte meiner Meinung nach einen Abstecher nach Sapa machen. In Hanoi könnt ihr ein Komplettpaket für 2 oder 3 Tage mit je 3 oder 4 Nächten buchen. Wir buchten 2 Tage, 3 Nächte und zahlten 44€. Ihr fahrt gegen 22 Uhr abends los und übernachtet in einem Bus mit Betten. Diese sind eher für kleine Menschen gebaut und ich mit einer Körpergröße von 1,76 m passte noch so grade darein, musste meine Beine aber leicht anwinkeln. Ihr kommt morgens an und dürft bis 6 Uhr weiterschlafen, bevor es zum Frühstück geht. Euer Guide holt euch und eure kleine Gruppe vom Hotel ab, von wo es direkt auf den Wanderweg geht. Ihr müsst ab und zu über einen Bach steigen, achtet daher auf passendes Schuhwerk. Ich hatte zwar einfache Nikes an und konnte aber geschickt über die Steine springen, was mit meiner Körpergröße möglich war. Nach einigen Stunden gibt es Lunch in einem lokalen Restaurant mit Ausblick. Anschließend geht´s zum Homestay, wo ihr aber nicht wirklich Zeit mit der Familie verbringt und habt den Nachmittag und Abend zum Entspannen. Am nächsten Tag wandert ihr nur noch ein wenig weiter und fahrt nach dem Mittagessen wieder zurück nach Sapa und von dort aus nach Hanoi mit dem Sleeperbus. Wir hatten also europäisch gesehen nur 2 Nächte, vietnamesisch gesehen anscheinend 3.

Tipp: Im Preis von 50 US$ sind An- und Abfahrt, Verpflegung, Guide und Unterkunft inbegriffen. für 2 volle Tage und 2 Nächte lohnt es sich meiner Meinung nach sehr. Alles war super organisiert. Gebucht haben wir bei Incredible Vietnam Tours.

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Nächstes Mal: Halong Bay

Nach Sapa ist unser nächstes Ziel die Halong Bay. Ich denke es gibt Niemanden, der einen Besuch in der Halong Bay nicht empfiehlt. Daher möchten auch wir das Wunderwerk der Natur mit eigenen Augen sehen. Die meisten Besucher buchen ihre Touren online oder in Hanoi in einem der Touristen Büros. Wir machen das Ganze ein wenig anders und hoffen die wuchtigen Preise umgehen zu können. Wie wir das anstellen und ob wir damit Erfolg haben erfahrt ihr in meinem nächsten Artikel.

Nach all den Worten, gehe ich wieder zurück in die Realität und erlebe weiterhin die wunderschönen Seiten Vietnams. Ich kann euch aber sagen, dass ich mich unwahrscheinlich wohl fühle und eine Reise in dieses Land bereits jetzt euch allem empfehle!

Ich wünsche euch auch heute wieder alles Liebe und Gute auf euren Wegen. Schreibt mir gerne, wenn Tipps habt, die ich zum Artikel hinzufüge soll oder ihr Fragen hab!

Eure Tripdoo-Redakteurin Rea (Andrea)

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Ihr kennt den 5. Teil noch nicht? Ich erzähle euch etwas mehr über Malaysia und stelle Singapur vor!

Hier geht´s zum 7. Teil: 2 Wochen durch Vietnam von Hanoi, Halong Bay bis Hoi an!