Hier findet ihr die besten alternativen Reisemöglichkeiten im Überblick und nützliche Tipps zu jeder Reiseart.

Der coole Roadtrip

Der Roadtrip. Das ist der Urlaub, bei dem der Weg das Ziel ist und der einen solchen Impact auf die Lebensphilosophie ganzer Generationen hatte, dass er wohl als einzige Reiseform mit einem eigenen Film-Genre gekürt wurde, dem Roadmovie.

Reisemöglichkeiten Roadtrip

Und tatsächlich ist dieser Urlaub, sofern ihr hochmobil sein wollt, wirklich eine sehr tolle Variante. Vor allem: Er ist auf der ganzen Welt möglich. Es braucht nur ein gut ausgebautes Straßennetz. Natürlich, wenn ihr die klassischste Variante möchtet, dann müsst ihr euch ins Heimatland aller endlosen Geradeaus-Straßen begeben, den USA. Und dort führt dann allabendlich kein Weg daran vorbei, sich in einem Motel einzumieten. Noch dichter auf den Spuren der größten Roadmovies aller Zeiten könnt ihr schwerlich wandeln, oder besser: fahren.

Allerdings muss der Roadtrip euch nicht zwangsläufig nach Übersee führen. Im Gegenteil, er kann direkt vor eurer Haustüre starten. Denn auch in Deutschland und Europa gibt es nicht nur abertausende Straßenkilometer, sondern auch eine Menge Traum-Reiseziele, die ihr selbst ansteuern könnt. Doch was braucht ihr für einen guten Roadtrip?

  • Auf jeden Fall ein richtig bequemes Auto. Natürlich könnt ihr auch euren alten Kleinwagen nehmen. Der ist aber in den seltensten Fällen wirklich fernreisetauglich. Nehmt besser einen Kombi oder gleich richtig Roadtrip-mäßig ein Cabrio.
  • Einen Soundtrack auf USB-Stick oder mp3-CD, der euch die ganze Reise über mit der passenden Stimmungsmusik versorgt. Erlaubt ist zwar, was euch gefällt, aber einige Roadtrip-Songs sind Pflicht.
  • Eine funktionierende Kalkulation. Ihr könnt täglich nur eine gewisse Strecke absolvieren. Rechnet daher eher kürzer als zu lang, der Urlaub soll ja nicht in Hektik ausarten.
  • Pensionen und Hotels, die eure allabendlichen Anlaufstellen darstellen. Am besten reserviert Ihr im Voraus. Abendliches Vorfahren funktioniert meist nur bei größeren Hotelketten.

Und dann heißt es: Sonnenbrille anziehen, Fenster herablassen und das Radio laut aufdrehen. Legt für das ultimative Roadtrip-Feeling auch noch eure Uhren ab und schaltet die Handys nur abends kurz ein. Jetzt zählt nur die Straße.

Der alles-dabei Mietcamper

Der Roadtrip ist schon ein großes Stück Freiheit. Aber er hat einen Nachteil, denn er bindet euch, falls ihr nicht im Zelt übernachten möchtet, an feste Unterkünfte. Wenn euch das schon zu viel Einbuße in eurem Freiheitsdrang bedeutet, müsst ihr die nächste Stufe zünden. Der Mietcamper.

Riesemöglichkeit Mietcamper

Er kommt, im Gegensatz zum Wohnanhänger, mit fast allen Vorteilen, die euch ein PKW bietet – und führt zudem bequeme Betten, Nasszelle und Küchenzeile immer mit. Mit dieser Urlaubsvariante werdet ihr wirklich zum King of the Road, denn zwischen Brest in der Bretagne und Bulgarien am Schwarzen Meer müsst ihr dank des Schengen-Abkommens kein einziges Mal euren Pass zücken. Und es kommt noch besser: Zwar gibt es in vielen europäischen Ländern Gesetze, die das sogenannte Wildcampen verbieten. Ihr dürft also nicht einfach irgendwo in der Natur eure Zelte aufschlagen. Wohnmobile sind davon jedoch praktisch überall ausgenommen. Ihr könnt abends an einem Strand-Rastplatz in Italien Halt machen, den Sonnenuntergang genießen und am nächsten Tag weiterfahren, ohne dass jemand etwas dagegen einzuwenden hat.

Dabei gibt es nicht viel, was ihr beachten müsst, wenn ihr mit dem Mobilheim unterwegs seid. Vor allem aber wenn ihr nur einen normalen B-Klasse-Führerschein besitzt, müsst ihr euch auf kleinere Modelle beschränken, die nicht schwerer als 3,5 Tonnen sind. Zudem:

  • Unterschätzt nicht den Verbrauch. Nicht nur, weil es ein Mietfahrzeug ist, das ihr nicht genau kennt, sondern auch, weil die Fahrzeuge schwer sind.
  • Informiert euch vorab, ob Gas und anderes Campingzubehör im Preis inbegriffen sind und was ihr selbst mitbringen müsst.
  • Behaltet das Gewicht eures Autos im Auge und prüft, ob es auf eurer gewählten Urlaubsroute dadurch vielleicht zu Problemen oder Mautgebühren kommen könnte.
  • Plant zumindest für die Wochenenden Aufenthalte auf Wohnmobil-Stellplätzen oder Campingplätzen ein, damit ihr eure Sachen waschen und ausspannen könnt.

Ein letzter Tipp geht an diejenigen, die mit dem Wohnmobil Europas schöne Städte durchkämmen wollen. Falls ihr nicht firm mit einem so großen Fahrzeug seid, nehmt Fahrräder mit und lasst das Wohnmobil vor der Stadt stehen. Gerade enge und/oder verkehrsreiche Metropolen wie etwa Rom oder Paris überfordern Einsteiger schnell.

Kreuzfahrt, ahoi!

Die beiden bisherigen Urlaubsvarianten glichen sich darin, dass sie euch den Hauptteil der Arbeit überlassen, weil ihr euch selbst zu euren Reisezielen steuern müsst. Das sorgt zwar für unvergessliche Erlebnisse. Allerdings ist das andauernde Fahren nicht jedermanns Sache und zudem auf die Dauer nicht gerade entspannend.

Riesemöglichkeiten Kreuzfahrt

Falls ihr jedoch beides haben wollt, das Herumkommen und die totale Entspannung, dürft ihr euch über das gigantische Revival freuen, welches Kreuzfahrten in den vergangenen Jahren erlebt haben. Nicht nur wir Deutschen, sondern die ganze Welt ist im Kreuzfahrt-Fieber. Und das führt dazu, dass Elemente dieser Reiseform, die früher wie in Beton gegossen schienen, sich heute fast gänzlich verabschiedet haben. Die Mehrklassengesellschaft an Bord? Ist beinahe ausgestorben. Die Unterteilung in Innen- und Außenkabinen? Wird bei den Neubauten durch geschickte Schiffsarchitektur immer weniger und soll in Zukunft durch gigantische Live-Meeresblick-Videoleinwände noch mehr aufgehoben werden.

Und das Beste: Die rund 300 Kreuzfahrtliner, die heute unterwegs sind, führen euch zu fast jedem Traumziel, das ihr euch denken könnt. Die klassische Karibik-Kreuzfahrt ist ebenso drin wie etwas „rauere“ Reiseziele rund um die Südspitze Südamerikas oder sogar die Arktis. Und mit einem immer jünger werdenden Kreuzfahrt-Publikum wird auch das gesamte Unterhaltungsprogramm an Bord immer vielfältiger. Klar, Loveboat-mäßig Shuffleboard könnt ihr immer noch spielen. Dazu aber auch unzählige andere Sportarten und spaßige Zeitvertreibe ausprobieren. Da kommt der Kreuzfahrt zupass, dass die modernen Schiffe schwimmende Hotels sind, die kaum noch der Seefahrt geschuldete Kompromisse eingehen. Und so gibt es für euch auch nur sehr wenige Dinge, die ihr im Blick behalten solltet:

  • Verliert niemals die Bordkarte. Sie ist euer Nachweis und gleichzeitig oft einzige Zahlungsmöglichkeit an Bord.
  • Plant pro Reisetag 10€ für Trinkgelder ein und lasst euch alle paar Tage an der Rezeption eine Übersicht über eure Buchungen geben, sonst laufen die Kosten schnell aus dem Ruder.
  • Informiert euch vorher über die Kleidervorschriften an Bord. Nicht immer aber oft erfordern Bordveranstaltungen oder Restaurants gediegene Kleidung.

Und dann gilt, bringt euch in jedem Fall ein Fernglas mit. Selbst wenn euer Kreuzfahrtliner nicht gerade an einer Insel vorbeifährt, gibt es aus der luftigen Höhe der oberen Decks so unglaublich viel zu entdecken, was über den Wellen fliegt oder darauf herumschwimmt.

Tipp: Falls ihr euch nicht sicher seid, ob Kreuzfahrten etwas für euch sind, dann könnt ihr im Oktober 2018 auch die 2 Tage Mini-Kreuzfahrt Frankfurt-Köln mitmachen. Für 59€ seid ihr auf Main und Rhein dabei, könnt Schiffsluft schnuppern und habt trotzdem das rettende Ufer nur wenige Meter querab.


Fazit: Euer Urlaub muss sich nicht nur auf die Hotelanlage beschränken

Natürlich bringt euch jeder Urlaub, den ihr fernab der Heimat verbringt, die dortige Bevölkerung, lokale Bräuche und die Landschaft näher. Aber immer nur am Strand zu liegen wird für manche auf die Dauer auch öde. Wenn ihr so denkt, dann schwingt euch ins Auto, mietet ein Wohnmobil oder bucht eine Kreuzfahrt. Ein besseres Heilmittel bei akuter Reiselust, die durch einen einzelnen Urlaubsort nicht gestillt werden kann, gibt es nicht.