Urlaub mit Kindern – gemeinsam planen & stressfrei genießen

Viele Singles und Paare sind der Meinung, dass Urlaub mit Kindern gar kein Urlaub sei, sondern purer Stress. Das stimmt natürlich nicht, aber, dass ein Familienurlaub etwas mehr Planung benötigt, als eine Reise alleine oder zu zweit, kann wohl keiner verneinen. Wichtig ist es, die Reise gemeinsam auszusuchen, zu planen und die Kinder auch ins Kofferpacken miteinzubeziehen. Was ihr bei der familiären Urlaubsplanung sonst noch beachten müsst, lest ihr im Folgenden. Die besten Schnäppchen zur Schulferien-Zeit haben wir euch hier zusammengefasst. Gute Reise!

All Inclusive, Halbpension oder nur Frühstück?

Diese Frage stellen sich wohl die meisten Eltern, wenn sie das erste Mal mit ihren Kindern verreisen. Grundsätzlich gilt: Wenn die All Inclusive-Option nicht wesentlich teurer ist, sollte man als Familie auf jeden Fall zuschlagen. Vor allem kleinere Kinder wollen gerne spontan mal etwas essen oder trinken und der Urlaub ist einfach entspannter, wenn man nicht ständig nach einem Supermarkt Ausschau halten muss, weil die Hotelpreise exorbitant teuer sind.

Ein häufig genanntes Gegenargument ist, dass All Inclusive dazu verleitet, sich ständig im Hotel aufzuhalten, ohne mal rauszukommen, um Land und Leute kennenzulernen. Die meisten All Inclusive-Angebote beinhalten jedoch auch Lunchpakete, die wahlweise statt des Mittagessens mitgenommen werden können und auch Getränke darf man problemlos für Ausflüge einpacken. Wenn das Wunschhotel jedoch gar kein All Inclusive anbietet oder die Option wesentlich teurer ist, sollte man abwägen und sich folgende Fragen stellen: Wie alt sind die Kinder? Wo befindet sich das Hotel? Ist eher ein Aktiv- oder ein Strandurlaub geplant? Mit älteren Kindern (über 12 Jahre), einem zentralen Hotel und vielen geplanten Ausflügen ist All Inclusive nicht unbedingt nötig, vor allem nicht in Urlaubsländern, in denen es ohnehin sehr günstig ist, wie z. B. in Bulgarien oder der Türkei.

Wer sich immer noch nicht ganz sicher ist, sollte sich ggf. über die Snack- und Getränkepreise des Hotels vorab informieren und die Kosten grob überschlagen. Nur Frühstück ist im Urlaub mit Kindern fast immer teurer. Ausschließlich wer Hotelessen partout nicht ausstehen kann, sollte für den Familienurlaub diese Option wählen.

Kinder-Koffer

Was muss auf jeden Fall mit?

Neben wesentlichen, unentbehrlichen Reiseutensilien, wie Sonnencreme, Sonnenhut, Badesandalen, Insektenschutz und Kinder-Arzneimittel, die Eltern einpacken müssen, sollte man auf keinen Fall die liebsten Stücke der Kleinen vergessen. Sei es das Kuscheltier, die Schmusedecke oder das Lieblingsbuch: Dinge, die Kinder tagtäglich begleiten, dürfen im Urlaub ebenfalls nicht fehlen. Am besten gleich ins Handgepäck packen, nicht in den Koffer, damit auch während des Flugs alles griffbereit ist. Gut gerüstet ist auf Reisen mit Kindern zudem, wer ausreichend Spielzeug, Hörspiele und Lesestoff mitnimmt, damit im Flugzeug oder Auto nicht so schnell Langeweile aufkommt. Am besten ist es, den Koffer und das Handgepäck gemeinsam mit den kleinen Weltentdeckern zu packen, um Vorfreude und Verantwortung gleichermaßen zu wecken. Vorab ist es ratsam, sich die wichtigsten Adressen und Telefonnummern von Ärzten sowie Krankenhäusern im Urlaubsziel aufzuschreiben und rechtzeitig vor Urlaubsbeginn den Impfpass zu checken.

Welche Urlaubsziele sind für Kinder geeignet?

Welche Reiseziele als Familie zu bevorzugen sind, hängt vor allem vom Alter der Kinder ab. Sind die Liebsten noch sehr klein, ist es angenehmer, innerhalb Europas zu verreisen. Das Klima sowie Essen ist gut verträglich und lange Flugstrecken bleiben Eltern und Kindern erspart. Schwül-warme, tropische Temperaturen sind bereits für Erwachsene recht anstrengend, kleinen Kindern sollte man einen extremen Klimawechsel daher lieber ersparen. Mit dem Auto kann der Trip nach Spanien Kindern genauso lang vorkommen wie eine Weltreise. Beim Familienurlaub mit Auto ist es daher umso wichtiger, viel Unterhaltungsstoff dabeizuhaben und ca. alle 2 Stunden eine Pause einzulegen.

Vater-mit-Kind

Was ist bei der Hotelauswahl zu beachten?

Wer mit seinen Kindern verreist, sollte sich die Hotel- und Umgebungsbeschreibungen der Anbieter besonders sorgfältig durchlesen und sich nicht scheuen, bei Unklarheiten auch mal nachzufragen. Meistens liegen mehrere Beschreibungen unterschiedlicher Anbieter vor, die jedoch nicht immer stimmig sind. Mit Kindern macht es einen großen Unterschied, ob der Strand nun 500 m oder 200 m vom Hotel entfernt ist und welche Freizeit-Aktivitäten im Einzelnen inkludiert sind. Ein Spielplatz, Kinder-Animation und Kinderbecken mit Wasserrutsche sind familienfreundliche Extras, die nicht jedes Hotel anbietet. Außerdem sollte man die Lage genau überprüfen: Handelt es sich um eine laute Party-Gegend oder ländliche Einöde, wo es im Umkreis von mehreren Kilometern nichts zu erleben gibt? Von beiden Fällen sollte man als Familie die Finger lassen. Eine gigantische Club-Anlage, in der es vom Friseur bis hin zum Zahnarzt alles gibt, muss es jedoch auch nicht gleich sein. Am besten sucht man mit den Kindern gemeinsam das Hotel aus. So kann jeder seine Wünsche äußern und danach die Auswahl filtern.

Fliegen mit Babys und Kindern

Kinder bis 2 Jahre haben keinen Anspruch auf einen Sitzplatz im Flugzeug und werden in der Regel auf dem Schoß eines Elternteils befördert. Kostenlos ist der Flug für die Kleinsten häufig jedoch nicht. Die meisten Fluggesellschaften verlangen mittlerweile 10% des regulären Flugpreises für Babys, obwohl sie keinen eigenen Sitzplatz für sich beanspruchen. Auch Kinder von 3-11 bekommen in den meisten Fällen 33% Rabatt auf den Erwachsenen-Tarif und einen eigenen Sitzplatz. In jedem Fall sollte man als Familie Sitzplatzreservierungen vornehmen, um garantiert nebeneinander zu sitzen und bei Flügen mit Kleinkindern bis 2 Jahre, die vorderen Plätze mit viel Beinfreiheit zu sichern. Hinsichtlich des Gepäcks dürfen Kinder in der Regel genauso viel mitnehmen wie Erwachsene, auch wenn sie keinen eigenen Sitzplatz beanspruchen. Ausnahmen bilden die Billigflug-Airlines, bei denen Kleinkinder teilweise kein Freigepäck oder dieses nur gegen Gebühr mitführen dürfen. Noch ein Tipp am Rande: Seid mindestens 2 Stunden vor Abflug am Flughafen, um unnötigen Stress zu vermeiden.