VolksentscheidTegelAirportDie eingangs gestellte Frage muss hier nämlich gleich mit „Nein“ beantwortet werden. Im Endeffekt wurde mit dem Volksentscheid Flughafen Tegel nämlich lediglich eine Forderung an den Senat gestellt, „sofort die Schließungsabsichten aufzugeben und alle Maßnahmen einzuleiten, die erforderlich sind, um den unbefristeten Fortbetrieb des Flughafens Tegel als Verkehrsflughafen zu sichern“. Somit wurde somit beim Volksentscheid nicht über eine Gesetzesänderung entschieden!

Noch ein Problem: Berlin alleine darf überhaupt nicht darüber abstimmen, ob Tegel weiter betreiben wird oder nicht! Denn auch das Land Brandenburg hat Anteile an den Berliner Flughäfen, genauso wie der deutsche Staat selbst. Und beide dürfen mitbestimmen. Vor allem Brandenburg zeigte bisher wenig Interesse an einer Offenhaltung Tegels.

Bleibt der Flughafen Tegel jetzt offen?

Die einzig sichere Antwort ist: Erstmal ja! Zumindest solange, wie der BER noch nicht in voller geplanter Kapazität eröffnet ist. Das aktuell noch gültige Gesetz sieht vor, Tegel 6 Monate nach BER-Eröffnung zu schließen. Genau das ist allerdings ein dehnbarer Begriff. Sollte der BER mit nur dem jetzigen Terminal eröffnet werden, würde das eine kleinere Kapazität als in Tegel bedeuten! Und das doppelt so weit vom Stadtzentrum entfernt! Da aktuelle Prognosen nach wie vor keine rosigen Zeiten für die Eröffnung vorsehen, wird Tegel auf jeden Fall noch einige Jahre in Betrieb bleiben. Luftfahrtexperten sprechen aktuell von 2021 als Jahr des ersten kommerziellen Flugs am neuen Airport im Süden Berlins!

Genau deswegen stehen die Chancen auf eine Offenhaltung Tegels auch nach der BER-Eröffnung gut. Denn obwohl sich durch den Volksentscheid auf politischer Ebene eigentlich nichts geändert hat, wird in den nächsten Monaten und Jahren das Problem der Kapazitätsengpässe weiter wachsen! Egal welche Regierung dann in Berlin das sagen hat: Sie wird erkennen, dass der stetig steigende Flugverkehr nicht nur über einen zu klein geplanten Flughafen laufen kann. Auch wenn es also noch in den Sternen steht sind wir uns ziemlich sicher, dass Tegel also noch einige Jahre erhalten bleibt. Vor allem wenn keine grundlegende Änderung in der Planung von Schönefeld und BER gefällt wird, gibt es vielleicht sogar noch Investitionen in den alternden Flughafen im Nordwesten Berlins.

BERFlughafen

Tegel bleibt offen: Welche Auswirkungen hat das für Berlin?

Nehmen wir an, Tegel bleibt wirklich offen! Die naheliegendste Auswirkung, die eins der stärksten Argumente der Gegner war: Die Belästigung der Umwelt, vor allem durch Lärm! Auch wenn es in Tegel ein Nachtflugverbot gibt, ist die Beeinträchtigung durch den Fluglärm erheblich. Denn anders als in München oder Frankfurt ist der Flughafen an der Landebahnschwelle unmittelbar an besiedeltes Gebet gelegen. Eine Tasse Kaffee auf dem Balkon, oder ein Sonnenbad am Samstag im eigenen Garten wird nach wie vor durch Jets im Minutentakt beeinträchtigt werden.

Auch bleibt so ein Sicherheitsrisiko: Jedes Flugzeug über den Köpfen tausender Berliner stellt eine Bedrohung dar! Auch wenn in Tegel noch nie ein größeres Unglück geschehen ist, würde eine Tragödie vermutlich ausreichen, um den Flughafen binnen weniger Wochen doch noch zu schließen.

Aus Umweltperspektive ist die Offenhaltung auf jeden Fall kein guter Schritt: Je mehr Angebot geschaffen wird, desto mehr wird es auch genutzt! Mit der Zahl der Flughäfen steigt in der Regel also auch die Zahl an Flügen. Und das geht natürlich immer zu Lasten der Umwelt.

Die Idee des Business-Airports

Allerdings wird damit auch ein großer Teil von Berlins Status als internationale Metropole gehalten! Tegel ist für Geschäftskunden Gold wert! Kurze Anfahrt, schnelle Abfertigung und keine Überlastung wie in Frankfurt! Mit der Offenhaltung könnte sich Tegel noch ein Stück weiter als exklusiver Business-Airport positionieren. Das funktioniert auch in anderen Städten wie zum Beispiel London-City: Dort ist der Flughafen sehr nah am Bankenviertel gelegen und beeinflusst damit auch tausende Menschen durch den Fluglärm. Allerdings gelten besondere Regeln: Es dürfen nur Flugzeuge landen, die strenge Lärmgrenzen erfüllen! Dazu ist ein besonders steiler Anflug nötig, sodass die Bevölkerung nur sehr kurz durch den Lärm belästigt wird! Große Flugzeuge wie eine Boeing 747, oder sogar ein typischer Ryanair-Flieger sind zu laut und groß für den Airport. In Tegel könnte ähnliches funktionieren, um so vor allem europäische Flüge zu den großen Wirtschaftszentren zu ermöglichen. Langstrecken, Low-Cost Angebote oder Urlaubsflüge würden so automatisch nach Schönefeld oder zum BER verlagert werden. 

BusinessAirport

Unabhängig davon, ob Tegel wirklich zum Business-Airport wird: Die Flughafen-Situation entspannt sich mit der Offenhaltung. Engpässe können besser abgefedert werden und es existiert eine Ausweichmöglichkeit im Falle eines Unfall oder einer Wartung. Damit verbessert sich auch die Situation für den Kunden. Nicht nur weil eine größere Auswahl an Verbindungen angeboten wird, sondern auch weil damit eine größere Anzahl an Konkurrenten auf ähnlichen Strecken zugelassen werden. Und das alte Prinzip „Konkurrenz belebt das Geschäft“ gilt auch heute noch!

Um euch noch einmal die Vor- und Nachteile des Tegel-Entscheids anzuschauen, scrollt einfach ein bisschen nach unten! Vor allem, falls es wirklich noch zu einem Volksentscheid mit rechtlicher Konsequenz kommen sollte, lohnt sich ein Blick für euch als Berliner!

Volksentscheid Flughafen Tegel: Vor- und Nachteile

Volksentscheid Flughafen TegelAlles, was mit Luftfahrt und Berlin zu tun hat, wird aktuell richtig heiß diskutiert – egal ob neue Wetten um das Eröffnungsdatum des BER, der Poker um Air Berlin oder eben die Entscheidung zu Tegel: Offen halten, oder komplett schließen? Am 24. September 2017 waren die Berliner neben der Bundestagswahl noch zur Abstimmung zum Volksentscheid Flughafen Tegel aufgerufen.

Der Flughafen Berlin-Tegel „Otto Lilienthal“ liegt zentral – das heißt, dass viele Menschen unter Fluglärm leiden müssen. Auch viele andere Gründe sprechen für die Schließung. Auf der anderen Seite geht Berlin so ein wichtiger Standortvorteil verloren und viele Arbeitsplätze sind in Gefahr.

Wir haben versucht, so objektiv wie möglich die wichtigsten Fakten über die Tegel-Entscheidung zu sammeln. Und kurz als Überblick: Alle Flughäfen, die infrage kommen, offen gehalten zu werden: Beachtet dabei, dass Schönefeld die Start- und Landebahnen vom zukünftigen Flughafen Berlin-Brandenburg „Willy Brandt“ (BER) mitnutzen wird, wenn beide gleichzeitig offenbleiben!

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Tegel schließen! (Nein-Stimmen: 41,7%)

Vor allem die Einwohner im unmittelbaren Bereich um Tegel haben sich für eine Schließung ausgesprochen. Aber auch wenn ihr nicht direkt betroffen seid, wird euch der eine oder andere Punkt vielleicht zum Nachdenken bringen. Hier stellen wir euch die wichtigsten Punkte gegen die Offenhaltung des Flughafens vor:

1. Die Lärmbelästigung

Spandau, Tegel, Reinickendorf, Pankow und inzwischen auch schon Teile von Charlottenburg: Viele Tausende Einwohner sind vom Fluglärm betroffen – und das von Jahr zu Jahr stärker! Denn die Zahl der Flüge nach Berlin-Tegel steigt kontinuierlich. Hinzu kommt, dass in Notfällen oder bei Verspätungen das Nachtflugverbot zumindest teilweise aufgeweicht werden kann. Eine komplette Garantie auf ruhige Nächte gibt es also nicht! Dass Fluglärm vor allem langfristig schädlich ist, wurde inzwischen bei fast allen Um- und Ausbauten von Flughäfen bewiesen – In Tegel genauso!

2. Der Umweltschutz

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Für Pflanzen, Gewässer, Tiere und Menschen sind vor allem der Lärm und die Abgase der Flugzeuge schädlich. Der Flughafen Tegel liegt inmitten eines Naherholungsgebiets, das durch die regelmäßigen Flüge stark beeinflusst wird. Auch sind durch den sogenannten Bauschutzbereich um den Flughafen regelmäßige Beschneidungen der Pflanzen vonnöten, Vögel werden gefährdet und können sich nicht wie gewohnt in den Grünflächen ausbreiten und der Flughafen liegt in Teilen auf Wasserschutzflächen des Stadtgebiets Tegels. Eigentlich sollen die Flächen zur Trinkwassergewinnung genutzt werden!

3. Die Investitionen

Für die Stadt Berlin war über die Zeit des BER-Baus eigentlich schon eine Einstellung des Flugbetriebs in Tegel sicher. Deshalb wurde auch nichts mehr investiert. Wer sich am Flughafen Tegel ein wenig umsieht, wird das auch merken! Das Layout mit den 6 Ecken aus den 70er Jahren ist wirklich in die Jahre gekommen. Um Tegel für einige weitere Jahrzehnte zu ertüchtigen, müssten wieder einige 100 Millionen Euro in die Hand genommen werden. Vorausgesetzt es gibt nicht wieder so ein Desaster wie beim BER!

Auch kann der Flughafen indirekt Geld kosten: Jeder Tag, an dem der BER nicht eröffnet, kostet den Steuerzahler etwa 1 Million Euro. Wenn Tegel offenbleibt, kann es passieren, dass der BER nicht so stark ausgelastet ist, wie zunächst angenommen – und dann vielleicht nicht einmal seine operativen Kosten decken kann!

4. Das Sicherheitsrisiko

Noch ist nichts passiert: Allerdings ist Tegel überlastet und die Abstände zwischen den Flugzeugen werden immer geringer. Das ist an sich zwar nichts Ungewöhnliches, allerdings wurden aufgrund von großer Einwohnerdichte schon oft Flughäfen geschlossen! Denn das Gefühl, dass alle 5 Minuten ein mit mehreren Tonnen Kerosin betankter Jet abhebt, ist sicher kein besonders Beruhigendes.

TegelKomplikationen

Zudem gibt es von Tegel aus vor allem in Richtung Osten einige Kilometer lang keine freien Ausweichflächen. In der kritischsten Phase des Flugs, dem Start, ist so nur wenig Raum für einen späten Startabbruch oder gar ein Ausweichmanöver vorhanden. Einmal ganz abgesehen von eventuellen terroristischen Anschlägen.

5. Die Steuerbelastung

In Berlin sind die Flughäfen in staatlicher Hand. Das bedeutet, dass das unternehmerische Risiko im Endeffekt auch vom Steuerzahler gestemmt wird. Wenn in Tegel also plötzlich teure Wartungsarbeiten anstehen oder durch ein außergewöhnliches Ereignis große Investitionen anstehen, muss das aus öffentlicher Hand finanziert werden! Durch die Schließung von Tegel werden genau solche Risiken abgewendet und die Fläche kann gewinnbringend an andere Investoren veräußert werden, oder für Erholungszwecke genutzt werden.

6. Das Versprechen

Im Endeffekt ist klar: Aus juristischer Sicht muss Tegel geschlossen werden! Denn der Flughafen läuft seit 2006 nur mit einer Sondergenehmigung, die durch einen gemeinsamen Verwaltungsakt der Länder Berlin und Brandenburg getragen wird. Dieser Akt ist an die Eröffnung des BER gekoppelt. Rein formell ist Tegel also gar kein Flughafen mehr. Um dies rückgängig zu machen, benötig man in jedem Fall die Zustimmung Brandenburg. Und auch der Bund hat ein Wörtchen mitzureden.

Aber das ist nicht das Einzige. Bei der Erstellung der Baupläne für den BER wurde von Anfang an festgestellt: 6 Monate nach der Eröffnung des BER wird der alte Flughafen in Tegel geschlossen – ohne Sonderklauseln oder andere Einschränkungen. Auch wenn sich die Umstände in der letzten Zeit sicher geändert haben: Versprochen war die Schließung. An Glaubwürdigkeit wird die Politik im Falle der Offenhaltung also nicht gewinnen!

Tegel offen halten! (Ja-Stimmen: 56,1%)

airberlin_boeing

Ihr seid noch nicht so ganz überzeugt, dass Tegel geschlossen werden muss, oder glaubt, dass es doch einige Argumente dafür gibt? Dann schaut euch die wichtigsten Punkte für eine Offenhaltung des Flughafens an:

1. Der Standort Berlin

Berlin hat sich von der halb abgehängten und durch die Trennung gebeutelten Großstadt zum Start-Up Zentrum Deutschlands gemausert und wächst seitdem unaufhörlich! Vor allem Geschäftsleute schätzen den Standort Tegel durch seine Nähe zur Innenstadt und die schnellen Wege vom Eingang bis ins Flugzeug. Außerdem bietet Tegel auch für Kunden eine praktische Alternative. Auf einigen Strecken fliegen die Fluggesellschaften von beiden Flughäfen ab – meist sogar zur gleichen Zeit! Damit können sowohl Fluggäste aus dem Westen und Norden als auch aus dem Süden und Osten gleichmäßig auf die Flughäfen verteilt werden – und erhebliche Anreisezeit gespart werden!

2. Die Kapazität von BER und SXF

Der BER ist für eine Kapazität von insgesamt 27 Millionen Passagieren ausgelegt – Das ist schon jetzt weniger als die Flughäfen Tegel und Schönefeld Fluggäste zusammen erreichen! Nimmt man die Terminals von Schönefeld zum BER noch hinzu, dann kommt man immerhin auf etwas über 35 Millionen Passagiere. Allerdings muss sich Schönefeld dann die nördliche Startbahn mit dem BER teilen!

Vergleicht man die Werte allein nur mit den deutschen Flughäfen, wird deutlich: Berlin kann so niemals ein Luftverkehrsstandort werden. München liegt bei über 50 Millionen Passagieren im Jahr, Frankfurt geht in Richtung 70 Millionen! Da ist Berlin mit gerade einmal der Hälfte klar abgehängt. Gar nicht zu vergleichen mit internationalen Flughäfen wie Amsterdam, Istanbul oder Dubai, die alle jenseits der 100 Millionen planen. Auch wenn das Ziel von Berlin nicht unbedingt ist, ein internationales Drehkreuz für den Luftverkehr zu werden, so bleibt die Kapazität stark ausgereizt: Tegel und Schönefeld haben über die letzten Jahre Zuwächse im zweistelligen Bereich, ohne dass ein Stopp des Trends zu erwarten ist.

3. Die Ausweichmöglichkeit

Der BER soll ein Nachtflugverbot bekommen, um die Anwohner in den nächtlichen Stunden zu schützen. Das bedeutet, dass im Störungsfall die Flugzeuge auf andere Flughäfen ausweichen müssen. Im Regelfall wäre das der Flughafen Tegel, da er am nächsten liegt und die meisten Fluggäste so ihr Endziel noch erreichen können. Sollte Tegel geschlossen werden, bleiben als Ausweichflughäfen meist Leipzig-Halle und Dresden. In ungünstigen Fällen auch Hamburg oder Poznan, jeweils mit erheblicher Reisezeit zum Zielort!

TegelNachtflugVerbot

Im Falle eine Offenhaltung können sich beide Flughäfen ergänzen und sogar für etwas längere Zeit geschlossen bleiben, etwa für Wartungsarbeiten oder im Bedrohungsfall!

4. Die Attraktivität für Airlines

BER, SXF und TXL sind Flughäfen, die alle unterschiedliche Anforderungen erfüllen – sowohl für Kunden als auch für die Airlines:

  • Tegel ist mit seiner zentralen Lage und den kurzen Wegen ideal als Geschäftsflughafen geeignet und bedient typischerweise ein zahlungskräftiges Publikum. Fluggesellschaften ist es wichtig, dass für genau diese Passagiere die Infrastruktur vorhanden ist, dafür wird dann auch gerne etwas mehr gezahlt! Auch sind viel mehr Einwohner im direkten Einzugsbereich zu erreichen, als beim außerhalb liegenden Flughafen Berlin-Brandenburg. Als Drehkreuz-Flughafen ist Tegel zwar grundsätzlich geeignet, kann aber durch die geringe Kapazität keine ausreichende Alternative zu Frankfurt oder München bieten.
  • Schönefeld ist aktuell der Billigflughafen von Berlin – etwas weiter außerhalb und mit schnellen Wegen ausgestattet. Allerdings sind die Terminals wild durcheinander gewürfelt und nicht wirklich für einen Umsteigeverkehr ausgelegt. Für Billigflieger ist der Flughafen wegen der schnellen Abfertigung und der guten Verfügbarkeit an Slots interessant. Auch sind die Landegebühren hier geringer als in Tegel.
  • Der BER ist nur ein paar Kilometer weiter von der Stadt entfernt als Schönefeld, dafür aber der bald größte Flughafen aller drei. Er ist ganz klar auch als Drehkreuz konzipiert und soll das neue Aushängeschild für Berlin werden. Allerdings ist das vor allem für Fluglinien wie die Lufthansa spannend, die ein zahlungskräftiges Publikum bedient, das Komfort und Luxus schätzt. Billigflieger, Charter-Anbieter oder regionale Fluggesellschaften brauchen allerdings keinesfalls einen prunkvollen Tempel. Schon gar nicht, wenn die Kapazität nicht ausreicht.

Grundsätzlich gilt wie in diesem Fall auch: Je mehr Auswahlmöglichkeiten die Airlines für ihre Bedürfnisse haben, desto eher fliegen sie zu der jeweiligen Stadt. Wenn nur der BER offenbleibt, werden sicher einige Fluggesellschaften ihre Berlin-Überlegungen überdenken.

5. Die Wirtschaftlichkeit

Tegel ist profitabel und kann so zumindest einen Teil des BER mitfinanzieren. Das wird auch in den nächsten Jahren noch der Fall sein, da die Nachfrage nach Flügen von und nach Berlin ununterbrochen steigt. Dies gilt insbesondere auch für den Geschäftsreiseverkehr innerhalb Deutschlands und ins nahe EU-Ausland. Auch in Zukunft werden durch die Nähe zur Stadt die meisten Gäste Tegel wählen! Eine Schließung Tegels könnte am BER sogar schnell zu einem Tip-Over Effekt führen: Also eine solche Überbelastung, dass der Flughafen trotz jeder Menge Nachfrager überbelastet wird und so durch Verspätungen und Flugausfälle kein wirtschaftlicher Betrieb aufrecht erhalten werden kann.

Volksentscheid Flughafen Tegel: Politische Situation

Folgende Parteien sprachen sich für die Schließung Tegels aus:

  • Die Grünen
  • SPD
  • DIE LINKE

Und für die Offenhaltung positionierten sich diese Parteien:

  • FDP
  • CDU
  • AfD

Fazit

Was Tegel angeht: Grundsätzlich ist die Belastung des Flughafens, der fast mitten in der Stadt liegt, wirklich ein großes Problem. Eine Entscheidung für die Schließung zum jetzigen Zeitpunkt könnte durch die Ungewissheit beim BER aber wirklich gefährlich für Berlin werden! Klar ist aber auch: Das Land Berlin kann alleine gar nicht über die Schließung Tegels entscheiden. Auch Brandenburg und der Bund sind beteiligt und müssten bei der Entscheidung zur Offenhaltung ebenfalls gefragt werden. Der Volksentscheid Flughafen Tegel hat und de facto also wenig weiter Gebracht in der Frage ob der beliebte Berliner Flughafen auch nach der Eröffnung das BERs geöffnet bleiben wird.