Wenn ihr noch keine Pläne für die Pfingstferien habt, werft doch einen Blick in diese Deal-Liste mit Kurztrips und passenden Wochenreisen:

TitlePfinstferien

Nun zu den Bräuchen: Da das Pfingstfest im späten Mittelalter in vielen Gemeinden mit dem Erntedankfest zusammengelegt wurde, verschwimmen die christlichen und die heidnischen Traditionen hier ganz besonders. In vielen Teilen der Welt sind Pfingstbräuche somit auch mit Natur und Frühling verbunden.

Das Pfingstbaumpflanzen

PFingstbaum

Beginnen wir in heimischen Gefliden: In der Lüneburger Heide in Niedersachsen pflegt man zu Pfingsten das traditionelle Pfingstbaumpflanzen. Hierbei werden abgeschlagene Birkenbäume entweder in den Boden eingegraben oder vor die Haustür gelegt. Diese sollen das Haus in der kommenden Zeit vor bösen Geistern schützen. Einige Gemeinden in Niedersachsen kombinieren diese Tradition selbstverständlich mit musikalischer Begleitung und jeder Menge alkoholischer Getränke. In anderen Regionen wird Ähnliches übrigens unter dem Motto Maibaumpflanzen praktiziert.

Das Tauben-Symbol

TaubePfingsten

Wichtig in der christlichen Mythologie ist die Taube. Dieses symbolisiert den Heiligen Geist. Aus diesem Grund sieht man in ländlichen Gegenden in Deutschland, Österreich, Frankreich und der Schweiz zu Pfingsten häufig Taubenbilder, hölzerne Tauben oder ähnliche Abbildungen von den Fenstern und Kirchtoren hängen. Gerne werden auch Kuchen oder Brote in Taubenform serviert.

Der niederländische Faulpelz

In den Niederlanden kennt man das christliche Pfingsten zwar auch. Hier werden zu dieser Zeit aber gerne Streiche gespielt. Ähnlich wie zu Halloween tigern Jugendliche am Samstag vor Pfingsten durch die Straßen, spielen kleine Streiche, machen Lärm oder legen ein Feuer (welches zuvor angemeldet sein muss). Luilak nennen die Niederländer dieses Fest. Zu Deutsch heißt das „Faulpelz“. Verbreitet ist die Tradition vor allem rund um Amsterdam.

Hoch zu Roß in Bayern

PfingsrittIm bayerischen Bad Kötzing wird am Pfingstmontag zum Pfingstritt geladen. 900 Reiter (Frauen dürfen traditionell nicht teilnehmen) bewegen sich auf ihren Rössern sieben Kilometer ins benachbarte Steinbühl fort. Zum Abschluss der Prozedur wird der Pfingstbräutigam vom Stadtpfarrer ernannt. Im Anschluss feiert die gesamte Gemeinde die Hochzeit des Pfingstbrautpaares.

Fruchtbares Polen

WasserpistoleIn Polen regiert zu Pfingsten die Fruchtbarkeit. Bis heute werden dort etliche Häuser mit grünen Zweigen verziert. Dies symbolisiert Fruchtbarkeit und die Kraft der Natur. Ein zweiter, eher bei der Jugend beliebter Brauch, ist das Bespritzen mit Wasserpistolen oder ganzen Eimern mit kaltem Wasser am Pfingstmontag. Woher dieser auch in Tschechien, Ungarn und der Slowakei bekannte Brauch stammt, ist nicht ganz klar. In jedem Fall warten Gesundheit und Schönheit auf die nass gespritzten.