Das heidnische Fest in diesem Zeitraum beschreibt die Ablösung des Winters durch den Frühling. Die Blumen blühen, die Bäume wachsen in ihr Blätterkleid und die Welt erwacht wieder zum Leben. Wie im Fall beinahe jedes christlichen Feiertages liegt der Ursprung von Pfingsten im Heidentum. Um bei der nächsten Familienfeier Eindruck zu schinden erklären wir euch hier, warum Pfingsten gefeiert wird.

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Warum Pfingsten?

Bei Weihnachten und Ostern wissen die meisten noch, auf welchen religiösen Hintergrund die Feste zurückgehen. Viele weitere christliche Feiertage bescheren uns zwar einen oder mehrere freie Tage, was und warum aber gefeiert wird. ist vielen nicht klar. So auch bei Pfingsten.

Genau 50 Tage nach dem Osterfest wird der Ursprung der Kirche gefeiert. Genauer gesagt, wurden die Aposteln an diesem Tag vom heiligen Geist aufgesucht. Mit einem mächtigen Rauschen soll dieser die Apostel erfüllt haben. Die Bibelüberlieferung schildert, dass diese von nun an verschiedene Sprachen sprechen konnten. Damit ist gemeint, dass sie von nun an den christlichen Glauben so verbreiten konnten, dass er von jedem verstanden werden konnte. Daraus entwickelte sich die erste christliche Gemeinde und die Kirche als Institution.

Schöne Bräuche zu Pfingsten

Da das Pfingstfest im späten Mittelalter in vielen Gemeinden mit dem Erntedankfest zusammengelegt wurde, verschwimmen die christlichen und die heidnischen Traditionen hier ganz besonders. In vielen Teilen der Welt sind Pfingstbräuche somit auch mit Natur und Frühling verbunden.

Das Pfingstbaumpflanzen

Beginnen wir in heimischen Gefilden: In der Lüneburger Heide in Niedersachsen pflegt man zu Pfingsten das traditionelle Pfingstbaumpflanzen. Hierbei werden abgeschlagene Birkenbäume entweder in den Boden eingegraben oder vor die Haustür gelegt. Diese sollen das Haus in der kommenden Zeit vor bösen Geistern schützen.

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Einige Gemeinden in Niedersachsen kombinieren diese Tradition selbstverständlich mit musikalischer Begleitung und jeder Menge alkoholischer Getränke. In anderen Regionen wird Ähnliches übrigens unter dem Motto Maibaumpflanzen praktiziert.

Das Tauben-Symbol

Wichtig in der christlichen Mythologie ist die Taube. Dieses symbolisiert den Heiligen Geist. Aus diesem Grund sieht man in ländlichen Gegenden in Deutschland, Österreich, Frankreich und der Schweiz zu Pfingsten häufig Taubenbilder, hölzerne Tauben oder ähnliche Abbildungen von den Fenstern und Kirchtoren hängen. Gerne werden auch Kuchen oder Brote in Taubenform serviert.

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Der niederländische Faulpelz

In den Niederlanden kennt man das christliche Pfingsten zwar auch. Hier werden zu dieser Zeit aber gerne Streiche gespielt. Ähnlich wie zu Halloween tigern Jugendliche am Samstag vor Pfingsten durch die Straßen, spielen kleine Streiche, machen Lärm oder legen ein Feuer (welches zuvor angemeldet sein muss). Luilak nennen die Niederländer dieses Fest. Zu Deutsch heißt das „Faulpelz“. Verbreitet ist die Tradition vor allem rund um Amsterdam.

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Hoch zu Roß in Bayern

Im bayerischen Bad Kötzing wird am Pfingstmontag zum Pfingstritt geladen. 900 Reiter (Frauen dürfen traditionell nicht teilnehmen) bewegen sich auf ihren Rössern sieben Kilometer ins benachbarte Steinbühl fort. Zum Abschluss der Prozedur wird der Pfingstbräutigam vom Stadtpfarrer ernannt. Im Anschluss feiert die gesamte Gemeinde die Hochzeit des Pfingstbrautpaares.

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Fruchtbares Polen

In Polen regiert zu Pfingsten die Fruchtbarkeit. Bis heute werden dort etliche Häuser mit grünen Zweigen verziert. Dies symbolisiert Fruchtbarkeit und die Kraft der Natur.

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Ein zweiter, eher bei der Jugend beliebter Brauch, ist das Bespritzen mit Wasserpistolen oder ganzen Eimern mit kaltem Wasser am Pfingstmontag. Woher dieser auch in Tschechien, Ungarn und der Slowakei bekannte Brauch stammt, ist nicht ganz klar. In jedem Fall warten Gesundheit und Schönheit auf die nass gespritzten.