Update 30. Mai 2016: Da Turkish Airline seine Premium Economy Class zum Mai 2016 eingestellt hat, haben wir den Anbieter aus dem Vergleich genommen. Zudem wurden bei Condor breitere Sitze eingebaut.  Die Änderungen wurden in dem folgenden Text und in der Tabelle angepasst. Die Infografik enthält noch die alten Daten.

Der fehlende Premium Economy Standard

Premium Economy, Economy Plus oder More-Comfort – solche Pakete werden einem immer häufiger bei der Flugbuchung angeboten. Ein bisschen mehr Komfort als in der Economy, ein bisschen preisgünstiger als die Business Class heißt die Maxime. Insgesamt bieten bereits 52 der weltweit etwa 700 Personen transportierenden Fluggesellschaften eine solche vierte Komfortklasse auf Lang- oder Mittelstrecken an. Während sich das 4-Klassen-System also langsam zu etabliert scheint, gibt es noch lange keinen Standard für das Premium Economy-Produkt. Breitere Armlehnen, größerer Sitzabstand oder einfach nur kostenlosen Alkohol zum Essen dazu – jede Airline entscheidet eigenständig, was „Premium“ bedeutet.

PremiumEconomyInfografik
Infografik Premium Economy Vergleich (Stand Februar 2016)

Dies zeigt sich bereits bei der Kernfrage: Wie viel Beinfreiheit habe ich? Wer Economy Class bucht, kann von einem 45 bis 50 cm breiten Sitz ausgehen und einen Sitzabstand (Raum zwischen der eigenen Rücklehne und der des Vordermanns) um die 80cm erwarten. Business Class Kunden wissen, dass sie sich auf ihrem Sitz in der Regel hinlegen können, was einen Sitzabstand zwischen 160 bis 210cm erfordert. In der Premium Economy Class hingegen ist es die Spanne weitaus größer. So ist es möglich, dass ein Premium-Sitz lediglich 6cm mehr Beinfreiheit gewährt als der Reguläre. Auf der anderen Seite sind Unterschiede von bis zu 38,1 cm möglich.

Die Preise der Premium Economy-Tickets liegen in der Regel bei 185 Prozent des regulären Ticketpreises. Wobei hier die Zeit der Buchung entscheidend ist. Aktuell lassen sich Premium Economy-Tickets noch besonders günstig via Last Minute ergattern. Teilweise müsst ihr nur um die 10 Prozent zusätzlich zahlen. Frühbucherrabatte gibt es hingegen wenige.

Aber auch zwischen den Gesellschaften gibt es große Preisunterschiede. Auf der einen Seite stehen die Low-Cost-Airlines wie Eurowings, die ihre Premium Economy als eine Art Zusatzmodul unter dem Namen „More-Comfort“ vertreiben. Für lediglich 50 Euro Aufpreis erhalten die Kunden hier 10cm mehr Beinfreiheit sowie eine Decke und ein Kissen am Platz. Anders sieht es besielsweise bei Cathay Pacific aus. Hier kosten die Premium Economy-Tickets mitunter 1.000 Euro extra. Dafür bekommen die Kunden allerdings auch mehr geboten geboten. Im Schnitt liegt der Aufpreis der Zwischenklasse bei 200 bis 400 Euro pro Strecke.

Wer bucht die Premium Economy Class?

AirCanadaService

Diese Beispiele zeigen, wie schwer sich die verschiedenen Premium Economy-Angebote vergleichen lassen. Das führt uns zu der Frage nach der Zielgruppe. Auch hier sind sich die Airlines nicht einig. Zwar ordnen alle Gesellschaften die Premium Economy generell als Komfortklasse zwischen Economy und Business Class ein. Jedoch werden bei der Zielgruppe aber wahlweise sparsame Business-Kunden, komfortbedürftige Economy Class-Kunden oder beide Gruppen angegeben. Durch die Einordnung als Business Class light oder Economy Class plus lassen sich auch die Preisunterschiede erklären.

PremiumEconomyUnitedBeinfreiheit
Mit 79-80cm Sitzabstand liegt United im hinteren Mittelfeld

So verwundert es wenig, dass auch die angebotenen Extras, mit denen die Gesellschaften ihren Kunden den Kauf der Premium-Tickets versüßen wollen, höchst unterschiedlich sind. Während Eurowings oder United Airlines den größeren Sitzabstand fast als einziges Unterscheidungsmerkmal zwischen Economy und Premium Economy angeben, sind bei Air Canada, Condor und Cathay Pacific viele der Business Class Extras inklusive. Hier profitieren Kunden von besserem Speisen auf Porzellantellern, einem größeren Neigungswinkel des Sitzes und erweiterten Entertainmentprogrammen. Häufig gehören zudem Priority Boarding, Priority Check-In und größere Freigepäckmengen zum Paket. Viele Airlines bieten ihren Premium Economy-Kunden auch ein sogenanntes Amenity Kit an. In diesem befinden sich praktische Flughelfer wie eine Schlafbrille, Beauty-Produkte oder Ohrstöpsel.

Doch all diesen netten Extras zum Trotz: die Entscheidung über ein Upgrade auf die Premium Economy Class wird abschließend wohl über das Preis-Sitzabstand-Verhältnis gefällt. Abseits des nur auf Sitzabstand basieren Eurowings-Angebots konnte sich hier eine ganz andere Gesellschaft durchsetzen. Bei der deutschen Airline Condor, die im Verbund mit Thomas Cook fliegt, zahlen Kunden lediglich 13,46 Euro pro Extra-Zentimeter. Auch Finnair (12,50€), Air Canada (14,03 Euro) und Lufthansa (14,93 Euro) schnitten in dieser Aufstellung gut ab. Gegenbeispiele dazu liefert Cathay Pacific. Hier kostete der Zentimeter 199,51€ auf einem Langstreckenflug um mehr als die halbe Welt. Zur Ermittlung dieses Verhältnisses haben wir diverse Premium Economy-Tickets mit den Preisen der Economy auf verschiedenen Strecken verglichen und den Mittelwert auf die angegebenen Extra-Zentimeter gerechnet (siehe unten).

Lohnt sich Premium Economy?

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Eurowings bietet ein klares Premium-Angebote
Bei diesem Zentimeterpreis stellt sich wiederum die Frage: Lohnt sich das Buchen der Premium Economy Class? Dies ist natürlich eine höchst individuelle Frage. Nicht jedem sind ein angenehmer Flug und eine entspannte Reise mehrere Hundert Euro wert. Hier spielt auch die Frage nach dem persönlichen Wert der eigenen Zeit eine Rolle. Denn der Premium Economy-Flug kann durchaus als Verlängerung des eigenen Urlaubs angesehen werden. Dazu trägt nicht nur die verkürzten Wartezeiten beim Boarding oder bei der Gepäckausgabe, sondern auch der Flug allein bei. Wer ausgeschlafen und entspannt das Ziel erreicht, kann gleich am ersten Urlaubstag voll durchstarten.

Der Jetlag lässt sich minimieren – wenn der Sitzabstand stimmt. Dazu sollte aber schon ein Abstand jenseits der 90cm vorhanden sein. Wichtig für einen guten Schlaf ist zudem der Neigungswinkel des Sitzes. Außer bei Finnair, Eurowings und United Airlines lässt sich dieser in der Premium Economy weiter verstellen als in der Economy Class. So wird eine eher waagerechte Schlafposition erreicht. Ein dritter Punkt ist das Vorhandensein einer eigenen Armlehne. Erstaunlicherweise bieten die wenigsten Gesellschaften diesen Komfort. Zwei eigene Armlehnen bieten nur die Lufthansa und die skandinavische Fluggesellschaft SAS. Bei weiteren zwei Airlines gibt es immerhin eine persönliche Armlehne.

Beste Premium Economy Klasse? Auslegungssache!

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Ergebnis Premium Economy Vergleich (Stand Februar 2016)

Zu guter Letzt schlägt natürlich auch ins Gewicht, wie bequem der Sitz ist. Dieses Merkmal lässt sich schwer aus der Ferne beurteilen und basiert zudem auf individuellen Vorlieben. Ein Gradmesser ist aber in jedem Fall die Breite des Sitzes. Da die meisten Gesellschaften aber dieselben Sitzschalen für Economy und Premium Economy nutzen, ist dies in der Regel kein Kaufargument für die teurere Klasse. Ernsthaft in den Vordergrund konnten sich hier nur China Southern mit 52cm breiten Sitzen im Durchschnitt, sowie Alitalia (51,9 cm) und Air Canada (50,8 cm) spielen.

So lässt sich also abschließend sagen, dass die Frage, ob sich die Premium Economy lohnt, ganz von den Leistungen der jeweiligen Airline abhängt. So ist beispielsweise das „50 Euro für 10 cm mehr Beinfreiheit“-Angebot von Eurowings besonders auf Langstrecken durchaus eine Überlegung wert. Wohingegen die 9 cm mehr, die Delta seinen Kunden für mehrere Hundert Euro anbietet, wohl eher nicht lohnen. Am Ende bleibt die Frage aber natürlich wie eingangs erwähnt eine höchst individuelle.


Wie die Premium Economy entstand

Economy, Business und First Class: dieses 3-Flugkomfortklassen-System kennt jeder. Warum also eine vierte Klasse? Die Entwicklung hat zwei ganz einfache Gründe: während die Airlines auf der einen Seite bei der Economy Class immer mehr sparen, um den Kunden einen guten Preis zu liefern, werden die Kundenwünsche immer individueller.

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Billigairlines wie Southwest waren der Katalysator für die Entstehung der Premium Economy Class

Seit Jahren versuchen die großen Airlines dem Preistrend der günstigen Billig-Airlines standzuhalten. Airlines wie Southwest oder Ryanair erobern seit den 70er-Jahren den Flugmarkt mit engen Sitzreihen und Minimalservice zu Spottpreisen. Dies setzt die großen Fluggesellschaften unter Druck. Um mehr Menschen in die Flieger zu bekommen, wurden so ab den 90er-Jahren auch bei den großen Airlines die Sitzreihen immer enger gestellt bzw. schmalere Sitze eingebaut. So schrumpfte beispielsweise die Beinfreiheit bei der Lufthansa in den vergangenen Jahren von 86,3 cm (1955) über 81,2 cm (1992) auf heute 78,7 cm. Im neuen Lufthansa Flieger A320 Neo soll der Abstand gar nur 74cm betragen.

Das Ergebnis ist eine Economy Class, die viele Kunden nicht zufrieden stellt. Laut einer Forsa Umfrage im Auftrag von Turkish Airlines aus dem Jahre 2014 empfinden 92 Prozent der Befragten die Beinfreiheit im Flieger als wichtig bzw. sehr wichtig. Heutzutage bezeichnen viele Kunden die Economy Klasse abwertend als „Holzklasse“.

Während der fehlende Service und die engen Sitze auf Kurz- und teilweise auch auf Mittelstrecken aufgrund der günstigeren Preise in Kauf genommen werden, steigt die Bereitschaft vor allem auf Langstreckenflügen ein wenig mehr zu zahlen. Die Entstehung der Premium Economy Class war unter diesem Gesichtspunkt nur eine logische Konsequenz.

Vorreiter für das 4-Klassen-System war EVA Air. Bereits 1991 wurden Teile der Economy Class-Sitzreihen auf Los Angeles-Flügen einfach ein bisschen weiter auseinander gestellt. Dazu gab es Business Essen und eine Extra-Kopfstütze. Mit diesem Konzept konnte die taiwanesische Airline einen Kundenanstieg verzeichnen. 1993 wurde es auf Seattle-, New York-, Bangkok- und Wien-Flüge ausgeweitet. So zogen immer mehr große Gesellschaften nach. Heute bieten etwa 52 der über 700 Passagier-Airlines eine Premium Economy an. Gerade erst hat auch American Airlines angekündigt Ende 2016 eine Premium Economy einzuführen.

AirCanadaBusinessClass
AirCanadaBusinessClass

Einige Gesellschaften verzichten auch einfach auf eine First oder Business Class zugunsten der neuen Premium Economy. Vorreiter war hier die indonesische Garuda. Diese stellte in den 90ern fest, dass ihre First Class-Sitze häufig leer blieben. So stellten sie das Klassensystem um. Die Businesskunden bekamen fortan ihren bewährten Service auf den alten First Class-Sitzen, während Economy-Kunden gegen einen Aufpreis auf den Business-Sitzen Platz nahmen – bei gleichem Service. Die First Class wurde abgeschafft. Der Erfolg erzeugt Nachahmer. Ähnlich handhabte es bis zur Einstellung des Premium Economy Angebots im Mai 2016 Turkish Airlines.

Ob nun Premium Economy als Ersatz einer anderen Klasse oder als Zusatzangebot – auf kurz oder lang werden wenige Airlines darum herumkommen, ihren Kunden eine Möglichkeit zur Verbesserung des Economy-Angebots zu ermöglichen. Schließlich fordert unsere Gesellschaft immer mehr Individualität und somit auch verschiedene Angebote für die verschiedenen Zielgruppen.

Dies lässt sich auch an den immer differenzierter werdenden Zusatzangeboten, die auch Fluggesellschaften ohne Premium Economy-Klasse ihren Kunden bereits heute anbieten, erkennen. Etihad beispielsweise bietet innerhalb der Economy-Klasse den sogenannten Economy Freedom-Tarif an. Hier gehören neben verbesserten Stornierungs- und Umbuchungsoptionen auch Extra-Gepäck und Priority Boarding zum Paket. Perfektioniert haben dieses Konzept die Billigairlines. So lassen sich bei Ryanair sogenannte XL-Sitze buchen, bei der isländischen WOW Air kann zudem das Handgepäck erweitert werden.

Ähnliche Upgrade-Optionen gibt es bei anderen Gesellschaften beim Loungezugang und bei der Verpflegung. Wenn man so will, lässt sich diese Entwicklung als Premium Economy durch die Hintertür bezeichnen. Schon heute fliegen also viele Gesellschaften mit einer Art Premium Economy, ohne es selbst zu wissen.


Das Testergebnis im Überblick

PremiumEconomyRanking
Premium Economy Vergleich Infografik – Teil 3 (Stand Februar 2016)

Die Ergebnisse unseres Teste überraschen teilweise: Während sich große Carrier wie Ethiad, Emirates und American Airlines bisher schwergetan haben, ein Premium Economy-Produkt auf den Markt zu bringen, können die Angebote von British Airways und Delta Airlines nicht vollständig überzeugen. Condor und Eurowings bieten im Gegensatz dazu viel für wenig Geld. Auch Air Canada, Lufthansa und KLM/Air France können sich im Preis-Leistungs-Verhältnis sehen lassen. Enttäuscht haben dagegen Delta und United Airlines. China Southern kann dagegen mit der größten Sitzbreite punkten, Eurowings bietet den günstigsten Preis. Den größten Komfort gibt es bei der skandinavischen SAS.

Condor
Bietet viel, für wenig Geld: Condor

Die Bedürfnisse der Kunden hat sich am meisten unser Komfort-König SAS auf die Fahnen geschrieben. In nahezu allen Testattributen konnte ein positiver Unterschied zwischen den Klassen aufgewiesen werden. Den Kunden erwartet hier neben einer guten Sitzbreite von 49cm (3cm mehr als in der Economy) sehr gute 97cm Sitzabstand. Das sind 16-18cm mehr in der Economy Class. Dazu gibt es noch zwei eigene Armlehnen. SAS kann auch bei den Extras punkten. Die Airline kann 7 von 12 Extras aufweisen. Lediglich beim Essen gibt es kein Unterscheid zur Economy Klasse.

Dafür kostet die Zwischenklasse bei der Airline verhältnismäßig viel. Bei den drei geprüften Langstreckenverbindungen (Erklärung siehe „So haben wir getestet“) entstanden zusätzliche Kosten in Höhe von 468,18€ im Schnitt. Das sind ganze 27,54€ pro Zentimeter mehr Beinfreiheit. Im Vergleich zu anderen Fluggesellschaften ist liegt SAS damit im hinteren Mittelfeld.

ChinaSouthernCheckIn
China Southern punktet mit breiten Sitzen und Priority Check-In

Da wäre zum Beispiel Eurowings und Finnair. Diese punkten mit einer klaren Preisstruktur. Bei der Lufthansa-Tochter kosten das Premium-Modul More-Comfort immer 50 Euro extra, bei den Skandinaviern 60 – 75€. Der einzige Extraservice bei Eurowings ist neben den 10cm mehr Beinfreiheit ein Night-kit mit großer Decke und Kissen. Dafür lassen sich bei dieser Gesellschaft aber auch andere Optionen, wie Extra-Gepäck und verbesserte Verpflegung hinzubuchen. Bei Finnairs Economy Comfort gibt es ein paar mehr Extras.

Im Durchschnitt zahlt ihr bei den getesteten Airlines um die 400 Euro mehr. Das macht ca. 85 Prozent des Economy-Preises. Diese Kosten können durch späteres Buchen zwar drastisch reduziert werden. Da dies aber von den Gesellschaften individuell und nicht messbar geregelt wird, haben wir solche Last Minute-Premium Economy-Tickets nicht bei den Preisen berücksichtigt. Das teuerste Premium Economy-Ticket haben wir übrigens bei Cathay Pacific entdeckt. Für einen Flug von Frankfurt nach New York mussten hier 2853,25 Euro Extra für die Premium-Klasse gezahlt werden. Allerdings geht dieser Flug auch einmal rund um die Welt über Hong Kong.

Das rundeste Angebot gab es unsere Meinung nach bei Condor. Für durchschnittlich nur 175 Euro Aufpreis erhält man hier 13cm Extraplatz. Da Condor in der Economy Class aber nur 76cm Sitzabstand bietet, bringt es die Airline damit auf lediglich 89cm in der Premium-Klasse. Dies ist unteres Mittelfeld. Dafür bietet die deutsche Airline auch weitere Extras wie ein erhöhtes Hand- und Freigepäck sowie 9 unserer 12 bewerteten Extras (75%).

Im sicheren Mittelfeld liegen Lufthansa, SAS und British Airways. Für durchschnittlich um die 350 Euro gibt es einen Sitzabstand jenseits der 95cm und erhöhte Gepäckmengen. Jede der renommierten Fluggesellschaften besitzt allerdings eine Schwachstelle. Während die Lufthansa lediglich 2 von 12 Extras (16,7%) aufweisen kann, gibt es bei SAS keinen Unterschied in der Menüauswahl. British Airways kann im Gegensatz zu den anderen beiden keine breitere Armlehne aufweisen.

Neben diesem Artikel haben wir die Ergebnisse unseres Vergleichs hier in einer detaillierten Tabelle zusammengefasst. Die visuell aufbereiteten Daten seht ihr hier in Form einer Infografik (stand Februar 2016).


So haben wir getestet

Unser Vergleich basiert auf einer Befragung aller Fluggesellschaften, die eine Art Premium Economy Class anbieten. Auf unseren Fragenkatalog erhielten wir von 17 Airlines eine Antwort. Aufgrund nicht vollständiger Daten wurden die polnische LOT sowie China Air aussortiert. Turkish Airlines war zunächst Teil des Vergleichs. Im Mai 2016 stellte die Fluggesellschaft ihre Premium Economy Klasse jedoch ein. Übrig blieben 14 Airlines.

Nach einigen Überlegungen sind wir zu dem Schluss gekommen, dass ein allgemeines Ranking der Gesellschaften den Gegebenheiten nicht entspricht. Schließlich ist jedem Kunden ein anderer Faktor bei der Ticketbuchung wichtig. Deswegen haben wir Top-Kandidaten in einzelnen Kategorien gekürt und den Tripdoo-Beinfreiheits-Index erstellt.

Hier sind die Sieger:

  • Der Komfort-Sieger: SAS
  • Preis-Leistungs-Sieger: Condor
  • Der günstigste Preis: Eurowings

Und hier die Verlierer:

  • Geringster Sitzabstand: Finnair, Eurowings
  • Geringste Sitzbreite: Eurowings
  • Wenigsten Extras: United Airlines

Tripdoo-Beinfreiheits-Index (TBI):

Der Tripdoo-Beinfreiheits-Index ist eigentliche ein Preis-Extra-Sitzabstand-Ranking. Für die Berechnung haben wir nämlich die Differenz zwischen Economy und Premium Economy-Sitzabstand und Ticketpreisen miteinander verglichen.

Für die Ticketpreise haben wir uns mindestens zwei Buchungen von Langstreckenflügen in beiden Klassen vorgenommen und daraus den Mittelwert gebildet. Eine Buchung erfolgte ca. 6 Wochen, die andere etwa ein halbes Jahr im Voraus. Es wurden jeweils zwei der drei folgenden Destinationen ausgewählt: Eine Stadt an der Ostküste der USA (New York oder Boston), eine Stadt in Argentinien oder Brasilien (Sao Paulo, Rio de Janeiro oder Buenos Aires) und eine Stadt in Südostasien (Peking, Bangkok oder Schanghai). Da Eurowings wenige Langstreckenflüge anbietet, haben wir hier Lanarka auf Zypern als Alternativdestination genommen.

Da die Preise sehr sprunghaft sind und der genutzte Datensatz extrem klein ist, sollten diese Preisangaben nur als große Richtlinie gelten. Ihr solltet sie in jedem Fall für euren eigenen Flug nachprüfen.

  1. Eurowings (5€ pro Extra-Zentimeter)
  2. Finnair (12,50€)
  3. Condor (13,46€)
  4. Air Canada (14,03€)
  5. Lufthansa (14,93€)
  6. KLM/Air France (15,30€)
  7. British Airways (21,44€)
  8. SAS (27,54€)
  9. Alitalia (30,56€)
  10. Delta (33,86€)
  11. United (35,79€)
  12. China Southern (36,02€)
  13. Singapore Airlines (61,01€)
  14. Cathay Airways (199,51€)

Alle Daten, alle Fakten

KLM/Air France SAS Lufthansa Finnair United Alitalia British Airways Eurowings Delta China Southern Air Canada Singapore Airlines Cathay Pacific Condor
 air-france-klm  SAS  Lufthansa  FINNAIR  United  Alitalia  BALogo  Eurowings  Delta  ChinaSouthern  AirCanada  Singapore  Cathay-Pacific  Condor
Sitzbreite Economy  45 – 47 cm  46 cm  43 – 45,7 cm  43,2 – 46,2 cm  44 cm  42 – 43,1 cm  44,5 cm  43 cm  45 cm  43,7 – 52 cm  43,2 – 48,3 cm  45,7 cm  45,9 – 46,9 cm  44 cm
Sitzbreite Premium Economy  48 cm  49 cm  45,7 – 48,3 cm  43,2 – 46,2 cm  45 cm  48,8 – 51,9 cm  47 cm  43 cm  45 cm  43,7 – 52 cm  49,53 – 50,8 cm  47 – 49,5 cm  49 cm  44 cm
Sitzbreite Business Class  79 – 82 cm  58 – 61 cm  50,8 cm  43,2 – 46,2 cm  50,8 cm  54,7 – 55,9 cm  50,8 cm  44 cm  53 cm  52 – 73,7 cm  52 – 53,3 cm  76 – 86 cm  74 cm  49,5 cm
Sitzabstand Economy  82 cm  79 – 81 cm  78,7 cm  78,7 – 81,3 cm  79 – 80 cm  76,2 – 88,9 cm  78,7 cm  76 cm  79 – 81 cm  73,7 – 83,8 cm  78,7 – 86,4 cm  81 cm  81,2 cm  76 cm
Sitzabstand Premium Economy  97 cm  97 cm  96,5 cm  86 cm  92 – 95 cm  96,5 cm  96,5 cm  86 cm  89 cm  88,9 – 96,5  cm  96,5 cm  95 cm  96,5 cm  91 cm
Sitzabstand Business Class  200 cm  196 cm  162,6 cm  114,3 cm  192 – 201 cm  186,7 – 193 cm  185,4 cm  115 cm  194 – 207 cm  106,7 – 213,4  cm  verstellbar  130 – 140 cm  208 cm  180 cm
Verpflegung  Premium  Economy Menü  mit Champagner  Economy  Menü  Economy  Menü auf  Porzellan  Economy Menü  Economy  Menü  Größere  Menüauswahl  und Snacks  Größere  Menüauswahl auf Porzellan  Economy  Menü  Economy  Menü  Economy  Menü, Salat +  Dessert auf  Porzellan  Premium  Economy Menü + Spirituosen  Größere  Menüauswahl  + Champagner  Größere  Menüauswahl  + Champagner  Premium  Economy Menü +  freie Getränkwahl
Armlehnen  Keine eigene  Armlehne  Zwei eigene  Armlehnen  Zwei eigene  Armlehnen  Keine eigene  Armlehne  Keine eigene  Armlehne  Keine eigene  Armlehne  Keine eigene  Armlehne  Keine eigene  Armlehne  Keine eigene  Armlehne  Eine eigene  Armlehne  Keine eigene  Armlehne  Keine eigene  Armlehne  Keine eigene  Armlehne  Keine eigene  Armlehne
Extra-Gepäck  29 kg  23 kg  23 kg  23 kg  0 kg  23 kg  23 kg  0 kg  0 kg  23 kg  23 kg  5 kg  15 – 40 kg  9 – 16 kg
Vorhandene Extras  7 von 12 (Fuß- Fußlehnen, Geräuschreduzierende Kopfhörer, Amenity Kit, Night Kit, Priority Check-In, Priority Boarding, Neigungswinkel des Sitzes)  7 von 12 (Priority Check-In, Umtauschbare Tickets, Free WiFi, Strom- und USB-Anschlüsse, Fuß- Fußlehnen, Entertainment, Reservierung, Neigungswinkel des Sitzes)  2 von 12 (Amenity Kit, Neigungswinkel des Sitzes)  8 von 12 (Kopflehne, Amenity Kit, Geräuschreduzierende Kopfhörer,Umtauschbare Ticket, Night Kit, Priority Luggage, Priority Check-In, Priority Boarding)  0 von 12  5 von 12 (Night Kit, Amenity Kit, Priority Boarding, Priority Check-in desks, Neigungswinkel des Sitzes)  7 von 12 (Entertainment, Geräuschreduzierende Kopfhörer, Amenity Kit, Night Kit, Strom- und USB-Anschlüsse, Fuß- Fußlehnen, Neigungswinkel des Sitzes)  2 von 12 (Night Kit, Loungezugang, Neigungswinkel des Sitzes)  6 von 12 (Priority Boarding, Priority Check-In, Night Kit, Amenity Kit, Entertainment, Neigungswinkel des Sitzes)  5 von 12 (Priority Check-In, Priority-Luggage, Priority-Boarding, Flexibilität bei Stornierung + Umbuchung, Neigungswinkel des Sitzes)  9 von 12 (Entertainment, größere Bildschirme, Amenity Kit, Priority-Boarding, USB- und Stromaschlüsse, Night Kit, Priority-Check-in, Priority-Luggage, Geräuschreduzierende Kopfhörer, Neigungswinkel des Sitzes)  8 von 12 (Priority-Check-In, Priority-Boarding, Priority-Luggage, Geräuschreduzierende Kopfhörer, größerer Bildschirm, Waden- und Fußlehnen, Strom- und USB-Anschlüsse, Neigungswinkel des Sitzes)  9 von 12 (Größerer Bildschirm, Fußlehne, Strom- + USB-Anschlüsse, Priority-Check-In, Priority-Boarding, Night Kit, Geräuschreduzierende Kopfhörer, Amenity Kit, Neigungswinkel des Sitzes)  9 von 12 (Priority-Check-In, Reservierung, Geräuschreduzierende Kopfhörer, Amenity Kit, Night Kit, Größerer Bildschirm/ Entertainment, USB-Anschluss, Fußlehnen, Neigungswinkel des Sitzes)