Der Aktivurlaub in der Natur kann unliebsame Folgen haben: Durch Zeckenbisse können Bakterien und Krankheiten übertagen werden. Die Zecken zu entfernen ist der erste Schritt in der Vorsorge, Beachtung solltet ihr aber auch Borreliose Symptomen und der Zeckenimpfung schenken, um die Krankheitserreger im Zaum zu halten.

Warum ist ein Zeckenbiss gefährlich?

In der Regel ist ein Zeckenbiss nicht gefährlich, in einigen Fällen kommt es jedoch zum Ausbruch von Krankheiten in Folge eines Zeckenbisses. Am häufigsten übertragen die kleinen Tiere mit dem schlechten Ruf die Lyme- Borreliose Bakterien. Eine Infektion findet allerdings findet bei nur 5% der Zeckenbiss  statt. Auch die Frühsommer-Meningoenzephalitis (kurz: FSME) ist eine von Zecken übertragbare Krankheit. Die Entzündung der Gehirnhaut ist in Baden-Würtemberg und Bayern am stärksten verbreitet, aber auch hier liegt die Anzahl der Erkrankungen laut dem Robert-Koch-Institut bei 1,7 Fällen pro 100.000 Einwohner bei Erwachsenen, bei Kindern und Jugendlichen ist die Zahl noch geringer. Fragen und Antworten zur Übertragung von Krankheiten durch Zecken findet ihr hier. 

Wie schütze ich mich vor Zeckenbissen?

Schutz vor Zeckenbissen kann bei häufigem Aufenthalt im hohen Gras vor allem lange Kleidung bieten, um es der Zecke zu erschweren, eine geeignete Stelle zum Blutsaugen zu finden. Auch Insektenschutz kann dazu dienen, die unliebsamen Tiere von der Haut fernzuhalten. Besonders wichtig ist das Absuchen des Körpers nach Zeckenbissen, durch das frühzeitige Zecken entfernen kann das Übertragungsrisiko der Bakterien deutlich gesenkt werden.

Zeckenentfernen

Richtig Zecken entfernen

Beim Zecken entfernen ist vor allem Feingefühl gefragt. Druck auf den Körper sollte genauso wie heftiges Ruckeln vermieden werden. Am Besten verwendet ihr eine spitze Pinzette, falls ihr gerade keine zur Hand habt, können notfalls auch Fingernägel zum Einsatz kommen. Um einer Infektion entgegen zu wirken, sollten möglichst alle Teile der Zecke entfernt werden. Bleibt der Kopf in der Wunde zurück, kann es zu einer Infektion kommen. In diesem Fall sollte ein Arzt aufgesucht werden. Nach dem vollständigen Entfernen der Zecke sollte die Wunde desinfiziert werden.

Zeckenbiss: Welche Symptome treten auf?

Wenn eine Infektion mit Borreliose stattgefunden hat, sind die ersten Symptome eine  Rötung oder Schwellung. Die lokale Infektion breitet sich im weitere Verlauf der Krankheit aus, das Auftreten von Fieber wird abgelöst durch starkes Schwindelgefühl. In der letzten Phase der Krankheit kommt es zu einer chronischen Infektion, die aber in den meisten Fällen durch das Immunsystem des Körpers verhindert wird.

Die Symptome einer FSME- Infektion treten 7-14 Tage nach dem Zeckenbiss auf. Die erste Phase ähnelt einer starken Grippe, nach kurzem Ausbleiben der Symptome setzt der neurologische Verlauf ein, der Entzündung der Gehirnhaut folgt eine Gehirnentzündung. Schutz vor FSME kann eine Impfung bringen, gegen Borreliose ist die Zeckenschutzimpfung allerdings nutzlos! Die Impfung hält die Zecken ebenso wenig davon ab, zuzubeißen.

GruppeWaldWandern

Wer sich also lange im Freien, insbesondere im Gras oder in der Nähe von Büschen aufhält, sollte sich mit langer Kleidung und anschließender aktiver Suche am Körper nach den Tieren vor Bissen schützen. Gegen eine Infektion mit den von Zecken übertragbaren Krankheiten hilft die frühzeitige Entfernung, gegen FSME kann mit einer Impfung vorgesorgt werden. Auch wenn die Tiere zwar eine schwer zu verbannende Gefahr darstellen, sollte die Angst vor Zecken durch die niedrige Fallzahl an auftretenden Krankheiten nicht von einem Ausflug ins Freie abhalten.